Informieren statt büssen

  24.04.2019 Frick

Parkieren ist nur in Fahrtrichtung erlaubt

Gemeinsam starten die Polizei Oberes Fricktal und das Gewerbe Regio Frick-Laufenburg (Geref) eine Plakat-/Flyer-Kampagne gegen das Falschparkieren an der Fricker Hauptstrasse.

Susanne Hörth

An der Hauptstrasse in Frick wird regelmässig gegen die Fahrtrichtung parkiert. Laut Strassenverkehrsgesetz ist das verboten. Fehlbaren Fahrzeuglenkern droht somit eine Busse. «Wir stellen leider immer wieder fest, dass viele Verkehrsteilnehmer diese Verkehrsregel nicht kennen und sich offensichtlich nicht bewusst sind, welche Gefahren dieses Falschparkieren beinhalten kann», bedauert Werner Bertschi, Chef der Polizei Oberes Fricktal. Zu diesen gefährlichen Situationen kommt es, wenn die Fahrbahn diagonal überquert wird, um dann entgegengesetzt zur Fahrtrichtung zu parkieren.

Um das zu vermeiden, setzt die Regionalpolizei auf präventive Massnahmen. Sie ist deshalb vor ein paar Wochen an das Gewerbe Regio Frick-Laufenburg herangetreten. Wie schon vor einigen Jahren soll erneut eine gemeinsame Kampagne gegen das Falschparkieren gestartet werden. «Es ist uns ein Anliegen, die Leute zusammen mit dem Geref zu informieren und nicht nur einfach zu büssen», betont Bertschi. «Für uns war sofort klar, dass wir wieder mitmachen», erklärt Daniel Müller von der Geref-Kommission Verkauf und Dienstleistung. Denn die Ladenbetreiber entlang der Hauptstrasse möchten zufriedene Kunden und nicht eine durch Parkbussen genervte und damit nicht wiederkehrende Kundschaft. In Kürze wird nun mit der neuen Kampagne gestartet. Dazu gehören Plakatständer auf dem Trottoir sowie in den Geschäften aufgelegte Flyer. In einfacher Bildsprache und mit wenig Text wird auf das korrekte Parkieren sensibilisiert. Dass das den gewünschten Erfolg bringen kann, macht Bertschi mit dem Verweis auf die frühere «richtig Parkieren»-Kampagne deutlich. «Aus unserer Sicht gab es damals eine Verbesserung der Situation.» Auf den neuen Flyern wird ebenfalls auf das bestehende Angebot an öffentlichen Parkplätzen in Frick hingewiesen. «Aus meiner Sicht ist das ein zusätzlicher Service, welcher vor allem Ortsunkundigen hilft und von diesen auch geschätzt wird», so der Repolchef. Daniel Müller sieht es ebenso.

Der Polizei wird ja immer wieder vorgeworfen, sie wolle mit möglichst vielen Bussen ihre Kassen füllen. Mit der neuen Kampagne setzt die Polizei vielmehr auf Informieren statt Büssen. Nehmen das die Leute bewusst auch so wahr? Darauf Bertschi: «Wir hoffen natürlich, dass die Leute das auch wahrnehmen. Es ist aber nun mal unsere, manchmal undankbare, Aufgabe, die Signale und Vorschriften durchzusetzen. Das gehört zu unserem Job. Jeder hat es im Strassenverkehr durch das Einhalten der Vorschriften selber in der Hand, dass keine Busse ausgesprochen werden muss.»


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