Linus Hüsser wird für unermüdlichen Einsatz geehrt

Do, 07. Feb. 2019

Zum fünften Mal vergibt die Stiftung «pro Fricktal» den mit 5000 Franken dotierten Fricktalerpreis. Er geht an den Historiker Linus Hüsser, der sich intensiv mit der Geschichte des Fricktals und seiner Gemeinden auseinandersetzt.

Valentin Zumsteg

Es ist eine besondere Ehre, mit dem Fricktalerpreis ausgezeichnet zu werden. In ihrer 18-jährigen Geschichte hat die Stiftung «pro Fricktal» den mit 5000 Franken dotierten Preis bisher erst vier Mal vergeben. Am Dienstagabend ist nun mit Linus Hüsser aus Ueken der fünfte Preisträger ausgezeichnet worden. Der freischaffende Historiker hat als Mitautor vieler Ortsgeschichten, als Verfasser zahlreicher Beiträge zu historischen und volkskundlichen Themen und als Betreuer von Archiven ein umfassendes Wissen über die Geschichte des Fricktals erworben.

«Hilfsbereit mit vollem Einsatz»
«Wenn man in der Presse von Geschichtsforschung im Fricktal liest, taucht meist auch irgendwo der Name von Linus Hüsser auf als Lieferant der besonders anspruchsvollen Kapitel oder als Ratgeber», hielt Stiftungsratspräsident Heinz Schmid bei der Preisverleihung im Rheinfelder Rathaussaal fest. Doch nicht nur seine fachliche Kompetenz wurde gewürdigt: «Was Linus Hüsser als Mensch auszeichnet, ist seine sprichwörtliche Bescheidenheit. Bei ihm steht nie die Frage der Entschädigung im Vordergrund. Er ist hilfsbereit, leistet immer vollen Einsatz und hält Terminversprechen ein, auch wenn er dafür manchmal lange Nachtübungen einlegen muss», betonte Heinz Schmid. Er überreichte Hüsser den Preis mit grosser Freude und mit der Hoffnung, «dass wir alle noch viele Jahre neue Geschichten von ihm hören.» Linus Hüsser freute sich sichtlich über den Preis und die Anerkennung. Er sei sehr überrascht gewesen, als er erfahren habe, dass er ausgezeichnet werden soll. «Das ist eine nicht zu überbietende Ehre», sagte er an der Feier, die von Akkordeonist Ján Kubiš musikalisch umrahmt wurde.

Über 700 000 Franken gesprochen
Die Stiftung «pro Fricktal» ist 2001 auf Anregung von Anton und Rosmarie Rüetschi mit einem Kapital von 200000 Franken gegründet worden. Später kamen namhafte Spenden und Erbschaften dazu, die ein solides Fundament bilden. «So einfach wie der Name ist auch das Rezept der Stiftung ‹pro Fricktal›: Geld aus dem Fricktal für das Fricktal einsetzen», schilderte Heinz Schmid. Schon deutlich über 700 000 Franken konnte der Stiftungsrat sprechen. Allein über 300 000 Franken für gut 200 Kulturprojekte und 50 000 Franken im Bereich Kunst. Rund 130 000 Franken flossen in den Fricktaler Lebensraum und 146 Jugendanliegen wurden mit 157 000 Franken unterstützt. «Mit 100 Beiträgen von total 120000 Franken konnten wir verhindern, dass Leute in knappen Finanzverhältnissen Sozialhilfe-Empfänger werden mussten – beispielsweise durch die Übernahme von Kurskosten nach dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe», sagte Heinz Schmid.

Seit Gründung der Stiftung ist Heinz Schmid Präsident. Mit grossem Einsatz hat er dies getan und viel Zeit investiert. «Nach 18 Jahren ist es an der Zeit, dass die Stiftung einen neuen Präsidenten erhält», meinte Heinz Schmid. Stiftungsinitiant Anton Rüetschi würdigte anlässlich der Stifterversammlung die Arbeit des abtretenden Präsidenten. Schmid habe viel zum Gelingen der Stiftung beigetragen und sei ihr Gesicht gewesen: «Mit viel Sachverstand und grossem Herzen für Menschen in Not hat Heinz Schmid zusammen mit den anderen Mitgliedern geholfen.» Für seine Verdienste wurde Heinz Schmid von der Stifterversammlung zum Ehrenpräsidenten erkoren und in den Kreis der stimmberechtigten Donatoren der Stiftung aufgenommen. Nachfolger von Heinz Schmid als Präsident wird Linus Schmid, Gipf-Oberfrick, der zusammen mit Rolf Hüsser, Frick, neu in den Stiftungsrat gewählt wurde.

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