Kirchenführung für Fledermaus Lilly

So, 10. Feb. 2019

Am vergangenen Freitag herrschte um die Mittagszeit Hochbetrieb in und um die reformierte Kirche Rheinfelden. Von allen Seiten kamen Mütter und Väter mit ihren Kindern zum ersten «Fiire übere Mittag», dem neuen Angebot der reformierten Kirchgemeinde Rheinfelden. Die langen Tische im Anbau der Kirche, schön gedeckt mit farbigen Kirchenmaus-Tischsets, waren im Nu besetzt. Am Buffet konnte sich jede Familie bedienen mit Pasta, Tomatensauce oder Apfelmus, je nach Gusto der Kleinen und Grossen Gäste.

Um 12.45 Uhr, als der Hunger gestillt war, versammelten sich Kinder und Eltern im Chor der Kirche zum Kinder-Gottesdienst. Nach dem ersten Lied «Höch im Chileturm schlot d’ Glogge» war die Bühne frei für das «Chilemüüsli», das den Kindern seine Freundin vorstellte, die Fledermaus Lilly. Und weil Lilly die Kirche noch nie von innen gesehen hatte, anerbot sich das «Chilemüüsli» für sie eine kleine Kirchenführung zu machen.

Zuerst ging es zum Taufstein: Die Kinder durften dem «Chilemüüsli» helfen, diesen mit Efeu und Blumen zu schmücken, damit Lilly sehen konnte, wie schön es in der Kirche aussieht, wenn ein Kind getauft wird. Danach suchten die Kinder, zusammen mit Lilly, das Lieblings-Kirchenfenster des «Chilemüüsli», das mit dem Jesuskind in der Krippe. Und dann hatte das «Chilemüüsli» noch eine besondere Überraschung für Lilly: Voller Stolz erklärte es seiner Freundin, dass heute die Kirchenglocken nicht mehr von Hand geläutet werden, sondern über eine Computeranlage. Unter der Treppe zur Empore durfte Lilly, unterstützt von den Kindern, die verschiedenen Schalter umlegen. Gespannt lauschten die vielen Mäuse, Kinder- und Elternohren, wie eine Glocke nach der anderen zu läuten begann.

Zum Schluss der Führung ging es auf die Empore. Das Kirchenmäuschen zeigte Lilly seinen Schlafplatz in einer Ecke der Empore. Und weil Nina, die Organistin, wie sonst jeweils abends ein Gutenacht-Lied spielte für das «Chilemüüsli», schlief dieses plötzlich ein in seinem Nest – mitten am Tag. Die Kinder weckten es wieder auf mit einem fröhlichen Lied. Von der Empore aus bewunderten die Kinder, zusammen mit Lilly, die schöne Kirche. Pfarrerin Christine Ruszkowski lud die Kinder und Eltern ein, immer wieder in die Kirche zu kommen. In der Kirche dürfe man sich «zu Hause» fühlen, ganz nach dem Beispiel des «Chilemüüsli». Bevor sich die jungen Familien wieder auf den Heimweg machten, erhielten die Kinder vom «Chilemüüsli» noch ein «Bhaltis»: Eine Mini-Taschenlampe, mit der sie auch in Zukunft die Kirche erforschen konnten.

Fröhlich verabschiedeten sich Eltern und Kinder vom «Fiire übere Mittag»-Team – und natürlich von den beiden Mäusen. Ja, sie würden bestimmt am nächste «Fiire über Mittag» am Freitag, 3. Mai wieder mit dabei sein, versprachen sie dem «Chilemüüsli». (mgt)

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