Eine Tennishalle für Frick

Di, 12. Feb. 2019

Der Tennisclub will 3,1 Millionen in eine Halle investieren

Heute wird in Frick auf vier Aussenplätzen Tennis gespielt. Schon bald könnte am gleichen Ort eine Halle mit drei Plätzen gebaut werden, dazu zwei neue Aussenplätze.

Simone Rufli

Vorausgesetzt die Mitglieder des Tennisclub Frick (TCF) sprechen sich an der ausserordentlichen Generalversammlung am 5. April für die Weiterverfolgung des Projekts aus, könnte in Frick bald das ganze Jahr über Tennis gespielt werden. Das wäre ein weiterer Meilenstein in der mittlerweile 52-jährigen Geschichte des Vereins. Gegründet wurde der TCF im Jahre 1967.

Start frühestens im Herbst
Mit den Bauarbeiten würde im Herbst begonnen, weil im Frühjahr die vier Aussenplätze zur Verfügung stehen müssen. Frühestens im kommenden Herbst, eventuell auch erst im Herbst 2020. Die Aussenplätze müssen etwas weiter Richtung Gipf-Oberfrick verschoben werden. «Die bestehenden Plätze sind über 40 Jahre alt und müssen ohnehin erneuert werden», erklärt Vereinspräsident Massimo Fini. Im Zuge des Hallenbaus würde auch das Clubhaus erweitert und ein dritter Squash-Court käme hinzu. Weil das Ganze eine Änderung des bestehenden Baurechtsvertrags mit der Gemeinde bedingt, muss auch die Gemeindeversammlung über die Pläne befinden. Der Vorstand rechnet mit Kosten in der Höhe von rund 3,5 Millionen Franken. 400000 Franken gehen zu Lasten des Squash Club, 3,1 Mio. stemmt der TCF. Mit einer Neu-Hypothek und der Aufstockung der alten, mit Stehbeträgen von Firmen, einem bereits zugesicherten Beitrag aus dem Swisslos-Fonds, diversen Vereinsaktivitäten und mit einer Darlehensaktion soll das Geld zusammen kommen. Wer ein Darlehen zeichnet, bekommt bei einer Laufzeit von fünf Jahren 1,5 und bei einer Laufzeit von zehn Jahren 2,0 Prozent Zins pro Jahr. Weiter ist eine moderate Erhöhung des Mitgliederbeitrags vorgesehen. «Wir schaffen einen Mehrwert für die Mitglieder, was eine moderate Erhöhung des Mitgliederbeitrags rechtfertigt», begründet Fini diesen Schritt. Dafür können Vereinsmitglieder die Halle im Sommer ohne zusätzliche Kosten nutzen. Gegen Bezahlung sollen auch Nichtmitglieder ausserhalb der Stosszeiten in der Halle spielen können. Vorrang haben aber die Mitglieder. Das Reservationssystem läuft über eine App.

Bis zur ausserordentlichen GV im April muss sich der Kontostand des Clubs noch stark verbessern. «Wir stehen aber nicht bei Null», stellt Fini fest und er betont: «Wir müssen den Mitgliedern zeigen können, dass wir auf dem guten Weg sind.» Denn ob das Vorhaben gelinge, zeige sich am Anfang. «Das Projekt hat von Anfang an Erfolg oder dann gar nicht», ist der Präsident überzeugt.


Hallenbau im Zeichen der Juniorenförderung

Der Tennisclub Frick wächst und plant eine Halle mit drei Plätzen

Steigende Juniorenzahlen und das Bevölkerungswachstum führen dazu, dass der Tennisclub Frick weitere Anstrengungen unternehmen will, die Trainingsbedingungen in Frick zu verbessern.

Simone Rufli

Es gab eine Zeit, da war der Tennisclub Frick (TCF) überaltert. «Hoffnungslos überaltert», wie Vereinspräsident Massimo Fini betont. Das war vor rund 15 Jahren. Eine Kurskorrektur wurde nötig. «Wir gingen über die Bücher, gingen ein Wagnis ein und bauten 2005 zusammen mit dem Squash Club Fricktal ein neues Clubhaus mit zwei Squashplätzen und setzten von da an konsequent auf die Jugend», erinnert sich Fini. Es ging nicht lange, zeigten sich erste Erfolge. Heute gehören dem TCF 250 Mitglieder an, davon zirka 90 Juniorinnen und Junioren. Seit Jahren verfügt der Club über einen eigenen Trainer. Andreas Schmid war früher selber Junior beim TCF und mehrmals Aargauer Junioren-Meister. Inzwischen ist er ATV-Label-Trainer. «Ein ausgezeichneter und sehr beliebter Tennislehrer», sagt Fini. Bereits heute unterrichtet Schmid während mindestens 40 Stunden pro Woche, weitere Lektionen sollen dazu kommen. Fini spricht vom langfristigen Ziel, zu einem Stützpunkt des Aargauischen Tennisverbands (ATV) zu werden. Eine Tennisschule ist das nächste Ziel. «Das ist aber nur realisierbar, wenn wir das ganze Jahr über Trainings auf der eigenen Anlage anbieten können. Das wiederum bedingt, dass wir den Bau einer Tennishalle vorantreiben.» Zudem wachse die Bevölkerung in der Region stark, was auch dem Club zugutekommen wird.

Mit einer eigenen Halle spart der Club auch die Platzmieten im Sportcenter Bustelbach in Stein und in Bad Säckingen ein, das heisst er lastet die eigene Halle mindestens in diesem Umfang aus. Die Clubmitglieder, sprich die Eltern, sparen den Weg, wenn sie die Kinder nicht mehr anderswo ins Training fahren müssen. «Die Idee wurde auch von engagierten Eltern an den Vorstand herangetragen», so Fini. «Idealerweise befindet sich unter ihnen Daniel John, ein erfahrener Fricktaler Architekt.» Doch nicht nur der Winterbetrieb würde von einer eigenen Halle profitieren. «Wir wären auch im Sommer viel weniger abhängig vom Wetter. Regen oder starke UV-Belastung, mit einer Halle ist das alles kein Problem. Auch die Planung wäre viel einfacher», hält Fini fest.

Es begann mit einer kalten Dusche
Gegründet wurde der TCF anno 1967. Schnell konnte eine grosse Zahl von Interessenten als Mitglieder gewonnen werden. Die ersten beiden Tennisplätze im Stieracker wurden erstellt und der Spielbetrieb konnte noch im selben Jahr aufgenommen werden. Bald kam eine Platzbeleuchtung dazu. Mit einem Schmunzeln erzählt Fini, wie die Pioniere damals einen alten Wohnwagen erwarben, der als Garderobe diente und im Freien eine Dusche zur Verfügung stellten – «allerdings nur mit kaltem Wasser». Weil die Plätze im Stieracker in einer Grundwasser-Schutzzone lagen, war dort an den Bau eines Clubhauses nicht zu denken. Die Suche nach einem anderen Standort begann.

Nach langen Verhandlungen mit den Behörden verpachtete die Gemeinde dem TCF schliesslich ein Areal für maximal sechs Plätze und ein Clubhaus auf dem Rain. «Die notwendigen Kredite wurden von der Generalversammlung zur Verfügung gestellt, so dass bereits im August 1976 die beiden ersten Plätze in Betrieb genommen werden konnten. Das Clubhaus wurde im Frühjahr 1978 feierlich eröffnet und zwei neue Plätze konnten 1979 belegt werden», schreibt der Verein auf seiner Webseite. Im Jahr 2003 wurden die Plätze im Stieracker stillgelegt. Seither konzentriert sich der ganze Spielbetrieb auf die vier Plätze neben dem Campingplatz.

 

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