Nächster Schritt in Richtung Überbauung «Mitteldorf»

| Sa, 19. Jan. 2019

Bei der geplanten Überbauung «Mitteldorf» in Kaisten ist die Baubewilligung erteilt. Damit auch die Abrissgenehmigung für das ehemalige «Gambrinus» und die Ackermann-Liegenschaft. Noch vor Baubeginn kommt es zwischen Gemeinde und Bauherrin zum Grundstück-Abtausch, beziehungsweise Kauf.

Susanne Hörth

Die Überbauung «Mitteldorf» in Kaisten macht einen weiteren Schritt Richtung Realisierung. Die Bewilligungen für den Abriss zweier Gebäude und anschliessend den Bau dreier Mehrfamilienhäuser mit Tiefgaragen wurden erteilt. Das Vorhaben beschäftigt Bauherrin – die JKB Immobilien AG in Frick – wie auch die Gemeindebehörde und das Stimmvolk bereits seit geraumer Zeit. Bereits anfangs 2013 hatte die Gemeinde die ehemalige Bäckerei Ackermann (neben der Raiffeisenbank) mit dem dazugehörenden Land aus strategischen Gründen erworben. Als Besitzerin der Liegenschaft konnte sie direkten Einfluss auf die künftige Gestaltung dieses zentral gelegenen Dorfteils nehmen. Hier befinden sich unter anderem der Volg-Laden mit Postagentur, die Bank sowie einige Meter entfernt die Gemeindeverwaltung, Spitex und Kirche.

Parzellen wechseln die Besitzer
Aktuell gehört die Ackermann-Liegenschaft mit Grundstück (alles zusammen zirka 900 Quadratmeter) noch der Gemeinde. Der Platz (zirka 300 Quadratmeter) zwischen der Raiffeisen-Bank und dem zum Abbruch bewilligten «Gambrinus» der JKB Immobilien. Auf diesem Platz soll später die gemeindeeigene Begegnungszone entstehen. Schon vor zwei Jahren hat die Gemeindeversammlung den Gemeinderat zum Abtausch, beziehungsweise Kauf und Verkauf der Parzellen ermächtigt. «Wenn die Bagger auffahren, sind die neuen Besitzverhältnisse notariell geregelt», betont der zuständige Gemeinderat Oliver Brem. Ein reiner Abtausch der Grundstücke genügt nicht. «Die JKB muss der Gemeinde Land abkaufen, da die Liegenschaft Ackermann grösser ist als die Platzfläche», so Brem. Im Zusammenhang mit den drei geplanten Mehrfamilienhäusern bestand die Idee, dass die Ortsbürgergemeinde der JKB das Haus C (da, wo heute noch das «Gambrinus» steht) abkauft. Doch die Ortsbürger stuften den Preis von 3,6 Millionen Franken als zu hoch ein und lehnten den Antrag an ihrer «Wintergmeind» 2018 ab. Eine anschliessend gestartete Unterschriftensammlung für ein Referendum musste ohne Erfolg abgebrochen werden.

Eine Begegnungszone
Im Konzept der Gesamtüberbauung wird sich die Gemeinde, wie schon erwähnt, mit der Schaffung einer Begegnungszone einbringen. Für diesen Dorfplatz genehmigten die Kaister Stimmberechtigten bereits 2016 einen Kredit in Höhe von 577 000 Franken. Der Begegnungsplatz ist nicht Bestandteil der Baubewilligung. «Das Baugesuch wird die Gemeinde zusammen mit den Anstössern, der Raiffeisenbank sowie der Landwirtschaftlichen Konsumgenossenschaft bis Mitte Jahr einreichen», erklärt Oliver Brem. Zur geplanten Gestaltung führt er aus: «Die ganze Strassenfläche, der grösste Teil des Platzes und die Vorplätze Raiffeisenbank und Landwirtschaftliche Konsumgenossenschaft werden Bestandteil des Gestaltungsperimeters sein und optisch als Einheit daherkommen.»

 

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