Viele Vandalenakte in Magden

Mi, 07. Nov. 2018

Gemeinde ergreift Massnahmen

In Magden haben die Fälle von Vandalismus und Littering stark zugenommen. Der Gemeinderat setzt auf mehr Polizeipräsenz und die mobile Jugendarbeit.

Valentin Zumsteg

Es ist eine unschöne Entwicklung, die Magden in den vergangenen Monaten erlebt hat: «Wir verzeichnen eine starke Zunahme von Vandalismus und Littering durch Jugendliche und junge Erwachsene», erklärt Gemeindeammann André Schreyer.

Versuchte Brandstiftung
Die Auswirkungen seien relativ drastisch: «Es liegen immer wieder Scherben auf dem Schulareal und beim Bach. Jemand ist auf das Turnhallendach geklettert, hat eine Scheibe eingeschlagen und ist ins Gebäude eingebrochen. Es wurde auch versucht, die Turnhalle und das Hirschen-Gebäude anzuzünden», schildert Schreyer. Daneben kam es regelmässig zu Lärmbelästigungen durch Jugendliche. Auch die Spielgeräte auf den Spielplätzen wurden zerstört. Schreyer berichtet zudem davon, dass jemand den Kinderspielplatz beim Hirschen als Notlager benutze.

Vandalismus und Littering hat es in Magden – wie in den meisten Gemeinden – immer wieder gegeben. Neu ist aber das Ausmass. «So etwas sind wir uns nicht gewohnt. Das ist belastend», erklärt Vizeammann Rudolf Hertrich. Die Gemeinde schaut dem Treiben nicht tatenlos zu. Die Präsenz von Regionalpolizei und privatem Sicherheitsdienst wurde erhöht.

Jugendarbeiter ist unterwegs
Der Gemeinderat will aber nicht nur auf Abschreckung setzen, sondern auch auf Prävention. Zu diesem Zweck hat er beschlossen, neben dem stationären Angebot im Jugendraum neu die mobile Jugendarbeit in Magden einzuführen. Per sofort ist also ein Jugendarbeiter dort unterwegs, wo sich die Jugendlichen im öffentlichen Raum aufhalten. Dadurch sollen gewisse Probleme entschärft werden, bevor sie entstehen. «Der Jugendarbeiter hat keine Kontrollfunktion. Wir sehen das als Beratungsangebot. Er muss uns auch nicht rapportieren», sagt Schreyer.

Wie bisher arbeitet die Gemeinde dafür mit dem Rheinfelder Trägerverein für Schüler-, Jugend- und Kinderkultur (Schjkk) zusammen. Die Mehrkosten belaufen sich gemäss Schreyer auf 16 000 Franken pro Jahr.

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