Solotänzerin oder gemeinsam als Ensemble?

Do, 08. Nov. 2018

Die Unternehmerin Eveline Räz-Rey und die Politikerin Alice Liechti-Wagner referierten zum Thema «Frauen netzwerken!» im «Schützen» in Rheinfelden. Ein Anlass von «Frauen und Politik im Fricktal».

Welches Netzwerken ist zielführend im Einsatz für die Gesellschaft, im Beruf, in der Politik oder ganz privat? Mit diesem Thema setzten sich zirka 20 Frauen am Treffen von «Frauen und Politik in Fricktal» auseinander. Die beiden ausgeprägten Netzwerkerinnen Eveline Räz-Rey und Alice Liechti-Wagner sind eigentliche Vorbilder für dieses Thema. Eveline Räz-Rey, Inhaberin der Marke «Cru Riche» und des Cafés Riche sowie der Einfrau-Unternehmung «SchenkART» – Beratung und Verkauf für sinnvolle Geschenkideen und Präsidentin des Vereins Yayra Glover stellte sich und ihre Erfahrungen als Netzwerkerin vor. Sie ist registriert bei nefu, das Netzwerk der Einfrau-Unternehmerinnen. Hier treffen sich viele Frauen, die Solotänzerinnen sind, weil sie merken, dass ihnen der gemeinsame Austausch und die Zusammenarbeit wichtig sind. So können gemeinsame Projekte entstehen und die Bekanntheit kann gesteigert werden.

Eine andere Form des Netzwerkens findet in einem Verein statt. Aktive Mitglieder liefern wertvolle Impulse und Informationen, die helfen, die Ziele des Vereins zu erreichen. Als Beispiel erwähnt Räz-Rey unter anderem, dass durch einen Tipp eines Mitgliedes die wertvolle Startfinanzierung für eine Fairtrade-Cooperative in Ghana gewonnen werden konnte. Ausserdem konnten ein fruchtbarer Austausch und Zusammenarbeit zweier Firmen in Ghana angeregt werden durch den Kontakt mit dem Mutterhaus in der Schweiz.

Pflanzen zeigen Teamwork auf
Die Unternehmerin gibt das Buch «Pflanzen», der Biologin Florianne Köchlin, in die Runde, mit dem Hinweis, dass das Netzwerken im Pflanzenreich stets stattgefunden hat. Diese kommunizieren, vernetzen sich, agieren sozial und schützen sich gegenseitig vor Feinden. So appellierte sie an die Anwesenden, das komplexe Zusammenspiel in der Natur zum Vorbild zu nehmen um miteinander vorwärts zu kommen.

Man muss Menschen mögen
Alice Liechti-Wagner hört den Menschen gerne zu und sammelt deren Fähigkeiten oder Veränderungswünsche (zum Beispiel bezüglich Arbeitsstelle) im Kopf und manchmal sogar auf Papier. Sie liebt es, Menschen miteinander zu vernetzen. Ihre Grundprägung und erste Vernetzungen stammen aus einem offenen Elternhaus, wo gerne und viel politisiert und diskutiert wurde. Wo sie wohnt, ist sie irgendwo Vereinsmitglied. Sie engagierte sich bisher politisch in verschiedenen Funktionen und hat mehrere Berufe. Ihre Engagements sind vielfältig und sie ruft auf, sich am Wohnort, an der Basis, einzubringen. Alle Fähigkeiten und Interessen sind irgendwo von Nutzen. Frauen müssen die Politik und die Wirtschaft mitprägen. Ihre Vernetzung zum Beispiel bei Swonet (Swiss Women Network, www. swonet.ch) hat ihr viele Kontakte und interessante Erfahrungen gebracht. Auch als Soroptimistin im Club Fricktal stellt sie ihr Wissen und ihre Beziehungen gerne zur Verfügung, erhält aber auch sehr viele kostbare Inputs (www.swiss-soroptimist.ch).

Sie rief die Frauen dazu auf, ein Netz aufzubauen, neugierig zu sein, Risiken einzugehen und die eigenen Bedürfnisse mitzuteilen. Auch an Apéros und bei Smalltalks lassen sich interessante Infos heraushören. So ergeben sich Kontakte und eventuell könne daraus zum Beispiel eine Arbeitsmöglichkeit entstehen. «Wir dürfen nicht alle Engagements aufrechnen. Grosszügigkeit ist gefragt. Wir müssen die Wohlfühlzonen verlassen, uns zeigen und auftreten, uns engagieren. Dies tun Frauen nicht nur aus reinem Eigennutz», so Liechti. Die Diskussion ergab, dass Filz dem eigenen Profit oder dem des Freundeskreises dient. Bei der Vernetzung stehe jedoch der dienende und unterstützende Gedanke im Vordergrund.

Einig war man sich, dass die sozialen Medien die persönlichen Kontakte nie ersetzen. Frauen sollen auch in der Politik mitwirken. Denn jede Frau bringe aus ihrer Tätigkeit grosses Wissen und Erfahrung in unsere Gesellschaft. (mgt)


Die zweimal jährlich stattfindenden Treffen «Frauen und Politik im Fricktal» starten im 2019 wieder für die nächsten zwei Jahre im Bezirk Laufenburg.

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