Private müssen für Rheinufermauer tief in die Tasche greifen

Sa, 03. Nov. 2018

Ein Stück der Rheinufermauer in der Nähe des Rheinfelder Messerturms ist eingestürzt und wird derzeit ersetzt. Für die Kosten müssen die privaten Eigentümer der Kommanderie aufkommen. Das wird teuer.

Valentin Zumsteg

Am Ufer zwischen dem Rheinfelder Messerturm und der Einmündung des Magdenerbachs in den Rhein wird derzeit gearbeitet. «Ein Teilbereich der Rheinufermauer ist vor rund zweieinhalb Jahren eingestürzt, das hat sich dann noch etwas ausgeweitet», erklärt Markus Klemm von der Stockwerkeigentümerschaft «Johannitergasse 7, 9 und 11» (Kommanderie). Diese Mauer wird jetzt wieder aufgebaut. «Die Planung war sehr aufwändig. Wir mussten uns mit der Denkmalpflege und der Stadt absprechen», schildert Klemm. Auch rechtlich gab es einiges zu klären – vor allem, wer die Arbeiten bezahlen muss.

«Wir sind alle erschrocken»
Laut Baugesuch belaufen sich die Kosten auf 170 000 Franken. Effektiv liegen sie aber beträchtlich höher, wie Markus Klemm schildert. Den genauen Betrag will er nicht nennen. Diese Kosten müssen die zehn privaten Eigentümer der Kommanderie übernehmen. «Wir sind alle erschrocken. Die Abklärungen haben ergeben, dass sich die Stadt, der Kanton oder die Versicherung nicht beteiligen», schildert Klemm. Denn im Grundbuch ist eingetragen, dass die Eigentümer der Kommanderie für den Unterhalt zuständig sind. Rechtlich ist die Sache also klar und die Eigentümer müssen in den sauren Apfel beissen. «Die Bauarbeiten sind anspruchsvoll. Es war gar nicht so einfach, ein Baugeschäft zu finden, die sie ausführen will», schildert Klemm. Die Mauer, die bisher auf minderwertigem Auffüllmaterial gebaut war, wird jetzt auf den Fels betoniert. Ein Glücksfall ist, dass der Rhein derzeit wenig Wasser führt. Im Zusammenhang mit der Sanierung der Mauer musste eine Linde gefällt werden. «Das ist schade, aber ihr starkes Wurzelwerk wuchs in Richtung Rhein. Nach Rücksprache mit Fachleuten musste sie weichen. Es soll dort aber wieder ein Baum gepflanzt werden», sagt Klemm.

Wenn alles wie geplant läuft, sollen die Arbeiten bis spätestens Ende Jahr abgeschlossen sein. Im Gegensatz zu diesem Teilstück der Rheinufermauer steht der historische Messerturm auf einer Parzelle der Stadt – dort wäre die Einwohnergemeinde zuständig.

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