Stadt prüft Ausbaggerung des Rheins

Di, 07. Aug. 2018

Valentin Zumsteg

Tote Hose bei der Rheinfelder Schiffsanlegestelle: Obwohl Saison ist, kommen keine Passagiere ins Zähringerstädtchen. Die Schiffe der Basler Personenschifffahrt AG können in Rheinfelden nicht anlegen, weil der Rhein zu wenig Wasser führt (die NFZ berichtete). «Das ist höchst bedauerlich. Die Schifffahrt hat für den Tagestourismus und damit für das Rheinfelder Städtli eine sehr wichtige Bedeutung», erklärt Stadtschreiber Roger Erdin auf Anfrage.

Hoffen auf Niederschlag
Nach der Schifflände in Basel sei die Rheinfelder Schifflände die am meisten frequentierte Anlegestelle der Basler Personenschifffahrt. «Pro Jahr besteigen oder verlassen in Rheinfelden über 25000 Fahrgäste ein Schiff. Nun hoffen wir, dass es bald wieder Niederschläge gibt und der Rheinpegel ansteigen wird», sagt Erdin. Doch die Stadt will es nicht allein beim Hoffen belassen, auch konkrete Massnahmen zur Verbesserung der Situation werden ins Auge gefasst. «Wir werden prüfen, ob im Zusammenhang mit der bereits bewilligten Neugestaltung der Schiffsanlegestelle die notwendige Tieferlegung des Rheinbettes erfolgen könnte. Dies war bisher nicht vorgesehen», schildert der Stadtschreiber. Im Dezember 2017 hatte die Rheinfelder Einwohnergemeinde-Versammlung einen Kredit in der Höhe von 710000 Franken für die Erneuerung der Schiffsanlegestelle genehmigt, die Baubewilligung liegt vor. Eine Felsabtragung war bisher aber nicht Teil dieses Projekts.

In Basel wird bereits gebaggert
Zudem weist Erdin daraufhin, dass derzeit in Basel mit Spezialgeräten die Schifffahrtsrinne im Stadtgebiet tiefer gelegt wird, damit grosse Frachtschiffe künftig auch bei niedrigem Wasserstand verkehren können. «Nachdem die nötige Gerätschaft mehr oder weniger vor Ort ist, möchten wir als Alternative prüfen, ob auch die in Rheinfelden notwendige Felsabtragung erfolgen könnte.»

Bislang sind solche Arbeiten nicht budgetiert. Erdin: «Nun müssen wir erst einmal die Kosten erheben. Vorstellbar ist, dass die Arbeiten als separate Position ins Budget 2019 eingestellt werden. Eine Koordination der Arbeiten mit dem Neubau der Anlegestelle wäre dadurch möglich.»

Schon 2015 – auch damals herrschte grosse Trockenheit – wurde der Rhein bei der Rheinfelder Anlegestelle ausgebaggert, aber der Fels nicht abgetragen. Diese Arbeiten erfolgten im Auftrag des Kraftwerks Augst, da Rheinfelden im Staugebiet des Kraftwerks liegt.

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