FC Wallbach: Noch fehlt Geld für das Clubhaus

Do, 09. Aug. 2018

Ronny Wittenwiler

An der letzten Wintergemeinde legte der Souverän eine Art Bekenntnis zum Fussballclub ab. Die Stimmbürger genehmigten den Kreditantrag in Höhe von 236000 Franken für die Erschliessung des Sportplatzes Buhnacker und machten damit den Weg frei für ein Clubhaus des FC Wallbach, dem nur wenige Monate später ein Husarenstück gelingen sollte – mit dem sensationellen Aufstieg in die zweite Liga (die NFZ berichtete).

Nicht heute, nicht morgen
Mit dem im November gesprochenen Kredit ist also der Boden gelegt für den Bau des Clubhauses. Für die Realisierung fehlt dem FC Wallbach derzeit aber noch zusätzliches Geld. «Wir hoffen, dass wir dieses sobald wie möglich zusammenhaben, um dann starten zu können», sagt Alfons Kaufmann von der zuständigen Kommission. Auf rund 450000 bis 500000 Franken beläuft sich das Projekt Clubhaus, und ja, bereits habe man mündliche Zusagen von Banken erhalten. «Jetzt liegt es an uns», sagt Kaufmann, meint damit den Fussballclub, der rund fünfzig Prozent Eigenfinanzierung vor-weisen müsste. Auch mittels Anteilsscheinen soll dieses Ziel erreicht werden. «Die ersten wurden schon gezeichnet.»

Nicht ausgeschlossen sei ausserdem, für das Clubhaus-Projekt eine Genossenschaft zu gründen. «Es geht darum, den FC Wallbach in finanzieller Hinsicht nicht zu sehr zu belasten», sagt Kaufmann und stellt einen nicht unwesentlichen Zusammenhang zur jüngsten Erfolgsstory her: Der Spielbetrieb in der zweiten Liga bedeutet deutliche Mehrkosten für den Verein. Geld, das wohl sonst in die Investition fürs Clubhaus geflossen wäre.

«Den Bau des Clubhauses machten und machen wir aber nicht abhängig von der Ligazugehörigkeit», sagt Florian Guarda, Vorstandsmitglied vom FC Wallbach. Egal, ob zweite oder dritte Liga: «Wir wollen die Finanzierung für dieses Clubhaus auf einem stabilen Fundament angehen.»

Baubeginn im Frühjahr 2019?
Der Kick-off zum Abenteuer zweite Liga erfolgt also definitiv noch vor dem Spatenstich für ein neues Lokal; ein Lokal übrigens, für das die Gemeinde dem FC Wallbach das entsprechende Bauland im Baurecht zur Verfügung stellt. Dieser Baurechtsvertrag liegt nun quasi vorbereitet in der Schublade auf der Verwaltung. «Die Gemeinde ist sozusagen auf Standby und wartet ab, bis der FC Wallbach die Unterlagen für ein entsprechendes Baugesuch einreicht», sagt Gemeindeschreiber Thomas Zimmermann auf Anfrage der NFZ. Dann soll auch die vorgängige Erschliessung des Sportplatzes angegangen werden. Stand jetzt sei es realistisch, dass nächsten Sommer der Baubeginn für das Clubhaus auf dem Buhnacker erfolgt, sagt Guarda. Kaufmann pflichtet dem bei, gibt sich gar noch etwas optimistischer: «Im Idealfall fangen wir bereits im Frühling mit dem Bau an. Wie gesagt: Es liegt jetzt an uns.» Und wer weiss – vielleicht werden dann, wenn das neue Heim einmal steht, die Fussballer noch immer dort spielen, wo sie eben erst angekommen sind: in der zweiten Liga.


Der FC Wallbach spielt am Sonntag, 12. 8., um 13 Uhr auswärts gegen Amicitia Riehen.

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