Am ersten Abend die letzte Pointe

Do, 16. Aug. 2018

Über 500 Zuschauer genossen am Dienstag einen Filmabend unter freiem Himmel. Gezeigt wurde die Schweizer Komödie «Die letzte Pointe». Zu Gast in Rheinfelden war auch der Regisseur des Premierenfilms, Rolf Lyssy.

Janine Tschopp

«Mein Gehirn spinnt, und das macht mir Angst. Ich bin gaga», sagt die 89-jährige Gertrud Forster (Monica Gubser). Sie ist überzeugt, dement zu sein und will deshalb freiwillig aus dem Leben scheiden. Lieber ein selbstbestimmtes Ende als ein Lebensabend auf der Demenzstation. Sie merkt bald, dass es nicht einfach ist «abzutreten», wenn man genug vom Leben hat.

«Der Zuschauer soll sich mit der Figur identifzieren»
Es ist ein ernstes Thema, das Regisseur Rolf Lyssy für den Spielfilm «Die letzte Pointe» gewählt hat. «Es sind Themen, die beschäftigen. Themen, die in der Gesellschaft diskutiert werden», sagt der 82-Jährige im Interview vor dem Film. Entscheidend sei, wie man eine Geschichte erzählt. «Ich suchte einen Weg, die Geschichte so zu erzählen, dass die Leute nicht zerknittert aus dem Kino gehen», erzählt Lyssy. Das Publikum soll berührt werden, etwas zum Nachdenken haben, aber auch schmunzeln können. Und: «Der Zuschauer soll sich mit der Figur auf der Leinwand identifizieren. Sie soll ihn an sich selber erinnern», so der Regisseur. Rolf Lyssy war auch Regisseur des Films «Die Schweizermacher», der vor 40 Jahren produziert wurde und, gemessen an der Anzahl Kinobesucher, als erfolgreichster Schweizer Film gilt. Lyssy verrät in Rheinfelden, dass er derzeit an zwei Projekten, nämlich an einem Fernsehfilm und an einem Kinofilm arbeite. Falls es seine Gesundheit zulasse, sei der aktuelle Film zwar «Die letzte Pointe», aber nicht der letzte Film.

Zufriedene Organisatoren
Mit dem Rücktritt von drei OK-Mitgliedern stand im Herbst 2017 die Zukunft des Openairkinos Rheinfelden auf wackeligen Beinen. Durch eine Kooperation mit der «Open Air Kino Luna AG» wurde eine Lösung gefunden. Die Rheinfelder Kinowoche wurde mit Coop als Titelsponsor in die Reihe der 21 «Coop Open Air Cinema» aufgenommen. Als lokaler Veranstalter fungiert weiterhin der Verein Openairkino Rheinfelden. «Die neue Zusammenarbeit klappt wunderbar», findet Karin Graf, Co-Präsidentin des Vereins. Auch Muriel Näf vom Verein Openairkino Rheinfelden ist nach dem Premierenabend zufrieden: «Es ist cool, dass es jetzt läuft. Und es macht Spass.»

Am Dienstagabend waren es 540 Gäste, die das Freiluftkino auf dem Schalanderplatz beim Feldschlösschen besuchten. Mit dem Vorverkauf der weiteren Filmabende sind die Verantwortlichen zufrieden. Die meisten Karten wurden bisher für den Film «Mamma Mia! Here we go again», der am Samstag über die Leinwand flimmert, verkauft.


Tickets verfügbar

Heute Abend wird im «Open Air Cinema» in Rheinfelden «Mord im Orient-Express» gezeigt. Morgen Freitag ist «The Post – Die Verlegerin» zu sehen und am Samstag steht «Mamma Mia! Here we go again» auf dem Programm. Vor dem Film, respektive ab 19 Uhr, spielt jeden Abend eine Live-Band auf der Konzertbühne. Tickets sind ab 18.30 Uhr an der Abendkasse oder online erhältlich. (jtz)

coopopenaircinema.ch

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