Sägemehl und harte Brocken

| Mo, 16. Jul. 2018

Mit 85 Aktivschwingern und 122 Nachwuchsleuten war das 18. Fricktaler Abendschwinget in Effingen sehr gut besetzt. Den Schlussgang gewann der Lenzburger Nick Alpiger gegen den Fricktaler David Schmid.

Von Hans Zemp

Die Effinger Turner verstanden es, zusammen mit dem Schwingklub Fricktal beste Voraussetzungen für den 18. Fricktaler Abendschwinget zu schaffen. Vor 1100 Zuschauern zeigten 85 Aktivschwinger wirklich gute Schwingerkost. Die acht angetretenen Fricktaler erfreuten mit ihren Leistungen. Der Tagessieg ging allerdings auch in diesem Jahr, gleich wie 2017, an den Lenzburger Eidgenossen Nick Alpiger. Im Schlussgang, es war der erste Schlussgang, den die Beiden miteinander bestritten, bezwang er nach 6.49 Minuten mit Hochschwung und Nachdrücken am Boden den Wittnauer David Schmid. «Ich wollte gewinnen», gab ein glücklicher Nick Alpiger zu Protokoll. «Schmid ist mega stark und er stellt sich dem Kampf. Das macht ihn sehr gefährlich», beurteilt der Sieger die Situation. Ihm hat das Fest mit den drei Eidgenossen im Feld und den vielen Schwingern sehr gut gefallen.

David Schmid ebnete sich die Berechtigung für die Schlussgangteilnahme mit Siegen über die beiden Innerschweizer Reto Waser und Marcel Arnold sowie den Zofinger Aaron Rüegger und den Zurzacher Franz Kramer. Gestellt hat er mit Stephan Studinger. Die Niederlage im Schlussgang brachte ihn am Ende auf den dritten Rang, punktgleich mit dem Helliker Michael Mangold. Mangold teilte die Punkte mit dem Ramiswiler Daniel Lisser und Stephan Studinger. Daneben zierten vier Kreuzchen sein Notenblatt. In die vorderen Ränge arbeitete sich auch Samuel Schmid vor. Drei seiner Zweikämpfe musste er stellen. Den Rest fuhr er als Sieg heim.

Von den Gästen vom Rigiverband schlug sich Franz-Toni Kenel, er ranggleich wie Samuel Schmid, am erfolgreichsten. Der Unterthurgauer Eidgenosse Tobias Krähenbühl teilte den Ehrenplatz mit dem Freiämter Andreas Döbeli und dem Aarauer Tiago Vieira. Seine Kameraden blieben weiter zurück.

Im Mittelfeld finden sich Luis Hasler, Florian Bieri und Daniel Jakober wieder. Die beiden ersten reihten zu drei Siegen drei Niederlagen. Jakober liess sich zu den zwei Siegen einen Gestellten notieren. Jan Müller und Yannik Körkel hätten ganz gern noch ein oder zwei Siege mehr auf ihrem Notenblatt gesehen.

 

Auch der Schwingernachwuchs war am Start

Neben den Aktivschwingern bestritten auch 122 Nachwuchsschwinger in vier Altersklassen ihren Wettkampf. Alphornklänge und Fahnenschwingen von Emil Hasler, André Abt mit ihren Kollegen vermittelten wohltuend Folklore. Bei den Jüngsten zeigte der Suhrer Giulio Russo dem Nordostschweizer Lorin Rhyner nach 18 Sekunden mit Kopfgriff den Meister. Bei den Jahrgängen 2007/2008 holte sich der Mümliswiler Joel Nussbaum das längste Ende. Und Florian Eisenring aus Hirschthal war auch in Effingen nicht besiegbar. Bei den Ältesten ging der Sieg in den Thurgau. Thomas Burkhalter erwischte seinen Verbandskollegen This Kolb mit Kurz und Nachdrücken. Von den zwölf im Einsatz gestandenen Fricktalern durften Aron Peter, Tim Schreiber, Aaron Jehle und Tobias Dünner Eichenlaub empfangen.

 

Das Fricktal bleibt Hochburg im Steinstossen

Die Damen suchten mit dem 12,5 Kilo schweren Stein die Tagesbeste. Nicht unerwartet bestätigte die Zuzger Schweizermeisterin Corina Obrist mit 6,57 Metern und dem Tagessieg ihre Erwartungen. Sandra Hunziker aus Herznach blieb Bronze. Der 20-Kilostein blieb eine Angelegenheit der Fricktaler. Roger Leimgruber, Herznach, holte sich mit 8,54 Metern den Sieg vor Urs Hasler, Hellikon, und Gian Wälchli aus Herznach. Den zweiten Sieg holte sich Roger Leimgruber, diesmal mit dem 70 Kilostein. 3,68 Meter genügten, um Martin Laimbacher aus Galgenen auf den Ehrenplatz zu verweisen. Dieses Unterfangen verbunden mit der Überraschung gelang ihm in seiner Karriere zum zweiten Mal. Urs Hasler blieb mit der gleichen Finalweite wie Laimbacher der dritte Platz. Die Qualifikationsweite entschied.

 

Unterhaltung am Abend

Nach den Wettkämpfen frönten die anwesenden Festbesucher der Unterhaltung, dem Volksfest. JukeSox, DJ und gemütliches Zusammensein beendeten wohltuend den Abend bei bester Stimmung.

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