Laufenburg wurde zur grossen Musikbühne

Di, 26. Jun. 2018
Die Stadtmusik Zürich bei der Marschmusik. Fotos: Dieter Deiss

Musik und Fröhlichkeit prägten das erste Festwochenende

«Ohren auf!» hiess es zwei Tage lang in Laufenburg. Die Bilanz nach Abschluss der ersten Festhälfte: Das 32. Aargauische Kantonale Musikfest war ein grandioses Erlebnis.

Dieter Deiss

Rund 65 Vereine mit weit über 2000 Musikantinnen und Musikanten stellen sich über das erste Wochenende den Ohren der Expertinnen und Experten. Es war beeindruckend, was in den drei Konzertlokalen Stadthalle, Kath. Kirche und Turnhalle Burgmatt zu hören war. Während man von einer Stadtmusik Zürich, die am Samstag im Einsatz war, Blasmusik auf höchstem Niveau fast als selbstverständlich erwartete, waren es insbesondere auch kleine Vereine, die mit ihrem Können überraschten.

Eingeläutet wurde das sechstägige Fest mit dem Galaabend vom Freitagabend. Die musikalische Umrahmung des Abends übernahm ein Ensemble, zusammengesetzt aus Musikantinnen und Musikanten der drei organisierenden Vereine Kaisten, Laufenburg und Sulz unter der Direktion von Martin Burgunder. Äusserst wohltuend verzichtete man auf einen Redemarathon. Stattdessen verliess man sich auf die Dienste des Moderatorenpaars von Radio Argovia, der Laufenburgerin Nicole Bühler und André Sauser. Diese führten kurze Interviews mit Stadtammann Herbert Weiss, Stadtmusikpräsident Michael Vögeli und Landammann Alex Hürzeler.

Übergabe der Kantonalfahne
Danach folgte die Übergabe der Kantonalfahne vom vormaligen Festorganisator Aarburg an die Laufenburger OK-Gemeinschaft. Als neuem Kantonalfähnrich blieb es Ludwig Dünner vorbehalten, die Fahne in Gewahrsam zu nehmen. Mit einer Weltpremiere fand die Feier ihr Ende. Im Auftrag der organisierenden Vereine hat nämlich der Laufenburger Ehrendirigent Peter Erhard einen Festmarsch komponiert. «Als Rahmenbedingung haben wir vom Komponisten verlangt, dass der Marsch in irgendeiner Form das Laufenburger Lied und den Narrenmarsch enthalten muss», führte dazu OK Präsident Marbot aus. Unschwer war dann zu hören, dass Peter Erhard diese Bedingung eindeutig erfüllt hat. Erhard meinte zu seinem Werk: «Es war für mich eine grosse Ehre, diesen Marsch zu schreiben.» Danach übernahm er den Dirigentenstab und gab den Takt vor zu seinem Marsch «Ohren auf!» Bei idealsten Wetterbedingungen entwickelte sich ein tolles Fest. Attraktiv dabei war insbesondere die Marschmusik, die auf der Kantonsstrasse jeweils vor grossem Publikum stattfand. Besonders viel Applaus gab es für diejenigen Vereine, die noch eine Evolution in ihren Vortrag eingebaut hatten.

Fröhlicher Festakt
Eindrücklich auch die jeweils um sechs Uhr abends im vollbesetzten Festzelt stattfindenden Veteranenehrungen und das Rangverlesen. Hier herrschte Freude pur. Mit riesigem Applaus wurden die neuen Veteranen von ihren Vereinen begrüsst. Am Samstagabend meinte Oberst Philipp Wagner, Chef des Armeespiels: «Das Motto «Ohren auf» hat mich sehr beeindruckt. Umfassender und origineller könnte man ein solches Fest nicht darstellen.»

Nebst der höchst anspruchsvollen Organisation des Blasmusikwettbewerbs, hatte das OK keine Mühen gescheut, aus dem Musikfest einen einmaligen Anlass zu machen. In den zahlreichen Lokalitäten und Festbeizlis wartete spannende Unterhaltung mit bekannten und attraktiven Bands und diversen Musikformationen auf das grosse Publikum. OK-Präsident Walter Marbot zeigte sich auch am Sonntagabend gegenüber der NFZ sehr zufrieden: «Ich habe zahlreiche positive Reaktionen erhalten. Der ganze Anlass ist bisher so verlaufen, wie wir uns dies vorgestellt haben.» Ins gleiche Horn stiess auch Kurt Obrist, Präsident des Aargauischen Musikverbandes: «Die zwei Tage und auch der Galaabend waren ganz einfach in jeder Beziehung super!»

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