«Der Tod ist allgegenwärtig»

| Fr, 02. Feb. 2018

Drei Wochen lang hat die reformierte Rheinfelder Pfarrerin Christine Ruszkowski-Hauri in einem Flüchtlingslager und in einem Armenviertel im Libanon mitgearbeitet. Sie hat dabei viel erlebt.

Von Valentin Zumsteg

Es sind starke Eindrücke, die Pfarrerin Christine Ruszkowski-Hauri von ihrem Libanon-Aufenthalt mitgebracht hat. Im Rahmen eines Sabbaticals war sie im vergangenen September für drei Wochen in einem Flüchtlingslager in der Bekaa-Ebene und in einem Armenviertel in Beirut tätig. Dort hat sie im Hilfswerk einer reformierten libanesischen Pfarrersfrau mitgearbeitet. «Ich habe beim Englischunterricht geholfen und viel mit den Menschen gesprochen. Die Kinder wollen lernen und ein Stück Normalität erleben. Viele haben Schlimmes mitgemacht», erzählt sie. Rund 500 Muslime aus Syrien leben im Flüchtlingslager.

 

«Jeder hat Verwandte und Freunde verloren»

Im Lager wohnen die Leute in einfachen Zelten. Viel mehr als ein Dach über dem Kopf gibt es nicht. «An einem Tag hat ein kleines Mädchen Süssigkeiten verteilt und auch mir angeboten. Ich habe sie gefragt, ob sie Geburtstag habe. Nein, sagte sie. Genau heute vor fünf Jahren sei ihr Bruder gestorben. Der Tod ist im Lager allgegenwärtig. Jeder hat Verwandte und Freunde verloren.»

Heute Freitag, 2. Februar, berichtet Pfarrerin Christine Ruszkowski von ihren Erlebnissen im Flüchtlingslager «Mercy Camp» und im Armenviertel von Beirut. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in der reformierte Kirche in Rheinfelden. Im Anschluss ist Gelegenheit zum Austausch bei einem libanesischen Apéro. 

Ganzer Text in der abonnierten Print- oder Digitalausgabe vom Freitag.

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