«Die Bautätigkeit ist immer noch extrem»

| Di, 19. Sep. 2017

Von 2005 bis 2015 erlebte der Immobilien-Handel im Fricktal goldige Zeiten. Kommt es jetzt zu einer Abkühlung? Die NFZ sprach mit Immobilien-Fachleuten.

Von Valentin Zumsteg

In den vergangenen Jahren hat das Fricktal einen wahren Bauboom erlebt. In zahlreichen Gemeinden ist viel neuer Wohnraum entstanden, weitere Projekte sind in Planung; aktuell liegt der Leerwohnungsbestand in einigen Orten höher als in der Vergangenheit. «Es ist viel gebaut und fertiggestellt worden, das zeigt sich im Leerwohnungsbestand», erklärt Daniel Jetzer von Jetzer Immobilien, Rheinfelden. Die Nachfrage nach neuem Wohnraum habe in jüngster Zeit etwas abgenommen, stellt er fest. «Wir merken, dass weniger Deutsche in die Schweiz ziehen und einige, die hier wohnten und arbeiteten, wieder in ihre Heimat zurückkehren. In Deutschland läuft die Wirtschaft auch gut. Das spürt man.»

Nach wie vor stark gefragt seien bestehende Einfamilienhäuser, die günstiger zu erwerben sind als Neubauten. Vor allem Familien suchten solche Objekte. «Ich rechne nicht mit einem Immobilien-Crash, aber mit einem moderaten Rückgang der Kauf- und Mietpreise. Ich habe das Gefühl, dass sich der Markt neu finden will», erklärt Jetzer. In den Jahren 2005 bis 2015 seien die Immobilien-Preise deutlich stärker gestiegen als die Löhne. Jetzt kommt es nach Ansicht von Jetzer zu einer Konsolidierung. Vor allem in peripheren Lagen rechnet er mit einem Rückgang, während die Zentrumsgemeinden immer noch hoch in der Gunst von Käufern und Mietern stehen.

Ganzer Text in der abonnierten Print- oder Digitalausgabe vom Dienstag.

 

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