Kleinaktionäre werden zwangsweise ausbezahlt

| Fr, 18. Aug. 2017

Noch rund 300 Kleinaktionäre zählt die Parkresort Rheinfelden Holding AG. Diese sollen nun ausbezahlt werden – ob sie wollen oder nicht.

Von Valentin Zumsteg

Der Schritt kommt nicht überraschend, aber vielleicht etwas früher als erwartet. Die Parkresort Rheinfelden Holding AG, zu der unter anderem das Parkhotel, die Wellnesswelt «sole uno» und die Klinik Salina gehören, soll in die Parkresort Beteiligungs AG integriert werden. Die ausserordentlichen Generalversammlungen entscheiden am 13. September über diesen Schritt. Da die Mehrheitsverhältnisse eindeutig sind, kann es nur ein Ja geben. Damit müssen sich auch die letzten Kleinaktionäre aus der Publikumsgesellschaft verabschieden – sie haben keine Wahl.

Rückblick: Im vergangenen Jahr hat die Zuger Beteiligungsgesellschaft «Invision» die Mehrheit der Parkresort Rheinfelden-Gruppe übernommen. Zu diesem Zweck wurde die Parkresort Beteiligungs AG gegründet, die in einem ersten Schritt von den vier bisherigen Grossaktionären Thomas Kirchhofer, Andreas Steinegger, Jürg Eichenberger und Markus Bisig 81 Prozent der Aktien erwarb. Die 700 Kleinaktionäre erhielten damals ebenfalls ein Kaufangebot in der Höhe von 1100 Franken je Aktie. Viele Aktionäre haben dieses Angebot angenommen, so dass der Beteiligungs AG heute über 95,5 Prozent der Aktien der Holding AG gehört.

«Es verbleiben demnach weniger als 4,5 Prozent der Aktien bei den Kleinaktionären. Diese Ausgangslage hat uns dazu bewogen, die Gruppenstruktur wesentlich zu vereinfachen. Dies wird mit einer Fusion der beiden Gesellschaften geschehen», teilt Verwaltungsratspräsident Thomas Kirchhofer den verbliebenen 300 Kleinaktionären in einem Brief mit. Man sei sich zwar bewusst, dass sich diese Aktionäre im vergangenen Jahr gegen das Kaufangebot entschieden haben. «Dennoch möchten wir Sie um Verständnis für das geplante Vorgehen bitten. Es macht aus unserer Sicht in dieser Situation einfach keinen Sinn, die komplizierten Prozesse und Strukturen einer Publikumsgesellschaft sowie die zweistufige Eigentumsstruktur aufrecht zu erhalten», so Kirchhofer.

Immerhin: Die Aktionäre erhalten als Abfindung 1135 Franken je Namenaktie. Das sind 35 Franken mehr als sie im vergangenen Jahr erhalten hätten.

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