«Der stärkere Euro hilft uns sehr»

| Mi, 09. Aug. 2017

Der Euro ist in den letzten Tagen auf einen Kurs von rund 1,15 Franken gestiegen. Das gibt den Fricktaler Exportfirmen wieder mehr Luft. Doch nicht alle glauben, dass diese Entwicklung lange anhalten wird.

Von Valentin Zumsteg

Es war ein Schock, als die Schweizerische Nationalbank im Januar 2015 den Euro-Mindestkurs aufhob und die europäische Gemeinschaftswährung danach in rasantem Tempo auf Talfahrt ging. Der Kurs sackte von 1,20 Franken vorübergehend auf unter einen Franken ab, erholte sich danach langsam und pendelte sich zwischen 1,05 und 1,10 Franken ein.

Für die Schweizer Firmen bedeutete dies, dass sich ihre Produkte für die Kunden im Euro-Raum verteuerten – oder dass sie Marge verloren. In den vergangenen Tagen setzte nun eine Gegenbewegung ein. Der Euro machte Boden gut und kletterte in kurzer Zeit auf rund 1,15 Franken. Zur Freude der Fricktaler Exportfirmen.

«Das hilft uns sehr», erklärt Raphael Jehle, Geschäftsleiter der Jehle AG in Etzgen. Dieses Unternehmen ist unter anderem im Werkzeug- und Formenbau tätig. Rund 50 Prozent des Umsatzes wird in Euro erwirtschaftet. «Jeder Rappen, den der Euro stärker wird, ist gut für uns», sagt Jehle.

Er glaubt aber nicht, dass die jetzige Kursentwicklung nachhaltig ist: «Ich traue der Situation nicht. Ich war zwei Wochen in den Ferien und hatte immer Kontakt mit dem Devisenzentrum unserer Bank. Wir haben Euros verkauft. Ich glaube nicht, dass der Euro so stark bleibt», schildert Jehle.

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