Das Holzheizkraftwerk wird Realität

| Do, 08. Jun. 2017

In wenigen Tagen findet der Spatenstich für das neue Holzheizkraftwerk im Sisslerfeld statt. Der Umsetzung des 60 Millionen Franken teuren Baus auf Eiker Gemeindegebiet ging von der Idee bis zum Baustart eine rund siebenjährige Planungszeit voraus.

Von Susanne Hörth

«Erste Gespräche zwischen DSM und Engie fanden 2010 statt. Die Option eines Biomasse-Kraftwerks wird seit 2012 verfolgt», sagt Philip Wernli, Marketingleiter bei Engie Services AG. Das neue Holzheizkraftwerk ersetzt die beiden Gaskessel aus den Baujahren 1969 und 1971. Eigentümerin der neuen Anlage wird die Energiepark Sisslerfeld AG (EPSF). An dieser ist Engie zu 60 Prozent und die Elektrizitätsgesellschaft der Stadt Zürich EWZ zu 40 Prozent beteiligt.

 

Seit der Baubewilligung ist rund ein Jahr vergangen. Dass erst jetzt mit dem Bau gestartet wird, erklärt Philip Wernli damit, dass die Schlussverhandlungen zwischen den involvierten Unternehmen erst nach Vorliegen der Bewilligung erfolgen konnten. «Da mehrere Unternehmen – Engie, EWZ, DSM, Novartis und Syngenta – involviert waren, war dieser Prozess sehr anspruchsvoll und hat etwas länger gedauert als ursprünglich angenommen.» Ende 2018 soll das neue 60 Millionen Franken teure Holzheizkraftwerk in Betrieb gehen. Zu möglichen Behinderungen während der Bauzeit sagt der Marketing- und Kommunikationsleiter: «Der Bau findet auf dem Areal der DSM statt und wird über die normalen Werkszufahrten stattfinden. Wir gehen nicht von grösseren Behinderungen aus.»

 

Die Leistung

Das Holzheizkraftwerk wird nach seiner Inbetriebnahme 200 GWh Dampf und 42 GWh Strom erzeugen. DSM, Syngenta und Novartis nutzen den Dampf. «Der Strom wird ins öffentliche Netz eingespiesen und wird rund 17500 Haushalte mit grünem Strom versorgen können», führt Philip Wernli aus. Die Frage, woher das Holz für die Verbrennung stammt, beantwortet er mit: «Die maximale Entfernung für die Anlieferung des Holzes wurde auf 80 bis 100 Kilometern festgelegt, um die CO2-Bilanz nicht unnötig zu belasten. Ein Teil der Verträge mit Holzlieferanten aus dem Elsass und dem Schwarzwald wurde bereits abgeschlossen.»

Ganzer Bericht in der abonnierten Print- und Digitalausgabe der NFZ vom Mittwoch.

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