Auf jeden Fall feuchtfröhlich

| Mo, 08. Feb. 2016

Von der Kunst, dem Regen zu trotzen. Und zwar so, dass dennoch kein Auge trocken bleibt.

Von Ronny Wittenwiler

Von wegen Petrus muss ein Fasnächtler sein. Lässt man die altbekannte Floskel einmal beiseite, dann muss man es (leider) so formulieren: Dieses doch ziemlich himmeltraurige Wetter am Fasnachts-Sonntag hatten all die Narren nicht verdient, als sie sich in Rheinfelden, Möhlin, Kaisten oder auch in Laufenburg in Bewegung setzten und sich wieder tausenden Umzugsbesuchern am Strassenrand präsentierten. Bunte Kostüme und Masken zeugten wieder von einer unermüdlichen Arbeit so vieler Menschen, um aus der Fricktaler Fasnacht ein kulturelles Grossereignis für noch mehr Menschen werden zu lassen. Hinzu kommen Fasnachtswagen, in Möhlin-Ryburg traditionell mit lokalen Sujets. All das sorgt jedes Jahr für Farbtupfer; all das sorgt dafür, an den Grauton des Alltags und an die düsteren Nachrichten dieser Welt für einen Moment mal nicht denken zu müssen. Kurz: Fasnächtler sorgen für Sonne im Herzen. Dass dieses Mal auch nasse Konfetti am Nacken klebend hinzukamen, war nun mal Pech (für Fasnächtler und Zuschauer).

Doch weil die Gugger, Tambouren, Wagencliquen, Schnitzelbänkler und alle anderen Narren nun mal für Würze und Farbe zuständig sind, nicht aber fürs Wetter, konzentrierten sie sich darauf, ihren eigenen Job zu erledigen. Das glückte ihnen. Und so blieb im Fricktal – ja, wer hätte das gedacht –, dem Regen zum Trotz kein Auge trocken. Und nach den Umzügen ging das Treiben sowieso in all den kleinen und grossen Beizen weiter, und das derart nahtlos, wie zuvor auf der Strasse: auf alle Fälle feuchtfröhlich, so, als würde das ganze Jahr die Sonne scheinen.

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