«Narri, Narro» tönt es bald wieder durch die Gassen

| Do, 14. Jan. 2016

Auch im 2016 werden an der Laufenburger Städtlefasnacht einige Spektakel geboten. 1300 Teilnehmer aus neun Schweizer Kantonen sowie sieben deutschen Landkreisen mischen am grenzüberschreitenden Open-Air-Guggen-Festival mit. Für den Umzug am Fasnachtssonntag haben sich 43 Gruppen angemeldet.

Von Bernadette Zaniolo

Mit einem zünftigen «Narri, Narro» begrüsste Felix Klingele, der Präsident der Laufenburger Städtlefasnacht, am Montagabend Zunftbrüder und Vertreter verschiedener Organisationsteams und der Presse sowie der beiden Stadträte. Klingele stellte das umfangreiche und bunte Programm der diesjährigen Fasnacht in Laufenburg vor. Ein erster Höhepunkt ist das 26. grenzüberschreitende Open-Air-Gugge-Festival am 5. Februar. 33 Guggenmusiken aus neun Kantonen und sieben Landkreisen sowie drei Kleinformationen nehmen teil. An diesem Festival werden gemäss den Organisatoren teils ganz andere als in den Vorjahren, neue Gruppen auftreten, so etwa die Knallfrosch-Combo, die auch schon im deutschen Fernsehen aufgetreten ist. Vor dem grossen Guggenmonster-Konzert stellen fünf Kinder-Guggenmusiken ihr Können unter Beweis und schliessen ihre Auftritte ebenfalls mit einem Mosterkonzert ab, um 17.30 Uhr in der Codmananlage und am Marktplatz.

Närrisches Kasperle-Theater und Schnitzelbänke

Neu im Veranstaltungskalender der Laufenburger Städtlefasnacht ist, dass es auch in der mehreren Stadt (Schweizer Seite) ein närrisches Kasperle-Theater gibt. Ein Narrone wird am 5. Februar, 16.30 Uhr, als Kasperle in der Taverne zum Schiff auftreten und das Publikum in seinen Bann ziehen. Bereits am Tag zuvor werden die fünf Schnitzelbank-Gruppen, in den Restaurants der mehreren Stadt auf humorvolle Art über so manche «Verfehlung» zu berichten wissen und so die Zuhörer zum Lachen und Schmunzeln bringen.

Von Hexen und dem bösen Ende

Auch Hexen, Geister und Dämonen werden sich in der Fasnachtshochburg Laufenburg treffen. Ein Böllerschuss kündigt ihr Treiben und den grenzüberschreitenden Nachtumzug «Häxefüür» am 6. Februar um 19.11 Uhr an. Gemäss dem OK Städtlefasnacht soll es auch eine «feurige Show» geben.

Bevor für den Böögg mit dessen Verbrennung am Aschermittwoch das böse Ende kommt, ist in Laufenburgs Gassen nochmals Hochbetrieb. Am Fasnachtssonntag, 7. Februar, 14 Uhr, erfolgt der Start zum internationalen Fasnachtsumzug. Gemäss Anita Schraner haben sich 43 Gruppen angemeldet, als Specials-Guest sind die Höllochhexen Winterthur (Paten der Laufenburger Stadthäxen) und die Hohlgass-Pass Sargans vertreten.

Narrolaufen und Tschättermusik

Zu den besonderen Bräuchen der Laufenburger Fasnacht gehören die Tschättermusik und das Narrolaufen. Das Narrolaufen der Narro-Alt-Fischerzunft findet am Nachmittag des Fasnachtsdienstag (9. Februar) statt. Dann fliegen wieder Würste, Wecken und Orangen ins Publikum. Dieses muss sich die Gaben jedoch erst verdienen mit lauten Rufen wie etwa «S’isch Fasnacht, s’isch Fasnacht, d’Buure fresse Würst…» oder «Fahr ufe, fahr abe, fahr Laufenburg zue, wie tanze die Narre, wie chläppre die Schuh».

Die Laufenburger Tschättermusik gilt als einer der ältestens Bräuche am Hochrhein. Gemäss Claus Epting von der Narro-Alt-Fischerzunft 1386 von badisch Laufenburg gibt es diese «nachweislich» seit 1610. Sie wird in Laufenburg an allen drei Faissen-Donnerstagen morgens und abends zelebriert. Die Tschättermusik macht auch am 1. Faisse, morgens um 5 Uhr, den Auftakt zum närrischen Treiben in Laufenburg. Und «die Tschättermusik ist in den Gassen einzigartig», so Epting. Nirgends töne sie so gewaltig und schön wie in den engen Gassen von Laufenburg. Davon ist auch Gabriele Schäuble, Bürgermeister-Stellvertreterin in badisch Laufenburg überzeugt. Sie hielt an der Presseorientierung ein flammendes Plädoyer, insbesondere dass es am dritten Faissen wieder mehr Teilnehmer hat. Sie wünscht allen Fasnächtlern eine «schöne glückselige Fasnacht».

Plakete und Pin

Die wiederum vom Ehrenzunftbruder Peter Strittmatter entworfene Fasnachts-Plakete, welche ohne Unterbruch seit 1952 in Keramik gefertigt wird, ist ab 14. Januar erhältlich. Diese ist bei Sammlern aus dem Inland und Ausland begehrt. Die Stückzahl wurde jedoch in den letzten Jahren reduziert, weshalb sich Sammler beeilen sollten. Für das Open-Air-Guggen-Festival ist der Kauf eines Pin erforderlich.

www.fasnacht-laufenburg.org

www.narro-altfischerzunft.de

 

 

 

 

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