Auf Augenhöhe über Gott und die Welt ungezwungen diskutiert

Do, 12. Apr. 2018

Stammtisch als sozialer Treffpunkt inszeniert

Landammann Alex Hürzeler hat in Magden die Serie seiner Landammann-Stammtische eröffnet. Der Erfolg ist programmiert, umso mehr die Bevölkerung mit Hürzeler auf Augenhöhe über Gott und die Welt ungezwungen diskutiert hat.

Willi Wenger-Wüthrich

Das Ziel der Landammann-Stammtische, mit den Aargauern ungezwungen ins Gespräch zu kommen, ist in der «Blume» in Magden in jeder Beziehung erreicht worden. Bei freundschaftlichen Gesprächen schätzte es die Bevölkerung sehr, mit dem Fricktaler SVP-Politiker Alex Hürzeler zu diskutieren. Die 2011 in Verbindung mit Gastro Aargau ins Leben gerufene Veranstaltung zeigte dabei eines klar auf: Gasthöfe, Wirtschaften und Beizen spielen als soziale Treffpunkte nach wir vor eine wichtige Rolle. Vielen der Besucher fiel es nicht schwer, auf Augenhöhe mit Hürzeler zu sprechen. Das Gros am traditionellen Stammtisch war sowie so per Du mit Hürzeler.

Hürzeler fragte etwa, wie in Magden das Stimm- und Wahlrecht wahrgenommen werde. Die Antworten waren unterschiedlich aber in der Tendenz klar in Richtung der Meinung, dass das Mitmachen hier zwingend notwendig ist. Dass der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektor nicht immer die SVP-Meinung in der Exekutive «durchboxen» kann, machte Hürzeler ebenfalls klar. «Ich bin in meiner Funktion in einer anderen Rolle als dies Parteifunktionäre hin und wieder sehen». So im Bereich der Bildung, wo nur pragmatische Lösungen zum Ziel führen würden. «Poltern bringe nichts, man muss Mehrheiten finden». Die Schule sei ein gutes Beispiel, wo letztlich nur die Zusammenarbeit zielführend sei. «Mit dem Lehrerverband habe ich in dieser Beziehung ein gutes Einvernehmen», betonte Hürzeler.

Bewusst sein
Generell sei es wichtig, sich vorausschauend zu äussern. «Als Regierungsrat muss man sich bewusst sein, dass alles was man sagt, überlegt sei muss». Das sofortige Antworten sein nicht immer das Beste.

Die Bevölkerung wollte auch wissen, was der 53-Jährige zur Sicherheit im Land sagt. Diese gebe es zu 100 Prozent grundsätzlich nicht. «Wir sind aber mit unseren Polizeikräften gut aufgestellt». Es sei in jedem Fall richtig, dass die Schweiz kein «Polizeistaat» sei. Diskutiert wurde auch über die AHV. Hürzeler vertrat die Meinung, dass das AHV-Alter von 65 Jahren «nicht ewig» zu halten sei. Von den 1,3 Milliarden Franken, die Hürzeler jährlich zur Verfügung stehen, fliessen über 95 Prozent in die Bildung. Der Rest in die Kultur und in den Sport. Gerade letzterer macht dem ehemaligen Sportler des TV Oeschgen Freude. «Ich gehe gerne an einschlägige Veranstaltungen wie etwa Delegiertenversammlungen. Das ist ein wunderbarer Ausgleich für mich».

Das wird der Landammann noch bis Ende der Legislatur im Jahre 2020 mit Sicherheit so weiterführen. «Was dann sein wird, wird sich weisen. Ich werde aber sicher nicht bis zur Pension weitermachen», sagte er lachend am Stammtisch.

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