Das «pulsierende» Rheinfelden schrumpft

| Di, 09. Jan. 2018

Zum ersten Mal seit 1986 ist die Zahl der Einwohner in Rheinfelden im vergangenen Jahr zurückgegangen, allerdings nur um fünf Personen. Hat das etwas mit dem täglichen Verkehrsstau Richtung Basel zu tun? Das war ein Thema am Neujahrsempfang der beiden Rheinfelden.

Von Valentin Zumsteg

Der Neujahresempfang ist eine schöne Tradition, welche die beiden Rheinfelden seit dem Jahr 2000 gemeinsam pflegen. Stadtammann Franco Mazzi und Oberbürgermeister Klaus Eberhardt konnten am Freitagabend rund 500 Personen zu diesem festlichen Anlass im Bahnhofsaal begrüssen. Jedem schüttelten sie die Hand und wünschten ein gutes 2018. Unter den Gästen waren Landammann Alex Hürzeler, der designierte Grossratspräsident Bernhard Scholl und Guido Marbet, Präsident des Obergerichts. Übrigens: alle drei sind Fricktaler, wie Franco Mazzi in seiner Begrüssung betonte. Mit dabei waren zahlreiche Grossrätinnen und Grossräte sowie Gemeindevertreter aus dem ganzen Fricktal. Für den musikalischen Schwung sorgte die Stadtmusik Rheinfelden. Sie legte unter der Leitung von Valentin Sacher, der für Dirigent Heinz Schoenenberger eingesprungen war, einen fulminanten Auftritt hin. Das war sehr willkommen, denn die Reden der beiden Stadtoberhäupter zeichnen sich traditionellerweise nicht durch ihre Kürze aus.

 

«Überraschenderweise geschrumpft»

Rheinfelden/Schweiz hat im vergangenen Jahr etwas erlebt, was es seit drei Jahrzehnten nicht mehr gab. «Überraschenderweise ist Rheinfelden im 2017 geschrumpft. Erstmals seit 1986, also seit 31 Jahren, ist die Bevölkerungszahl rückläufig», erklärte Franco Mazzi in seiner Ansprache. Ende Dezember zählte die Gemeinde 13 364 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind fünf Personen weniger als zu Jahresbeginn. «Wir erleben also auch bei uns erstmals, was unsere Nachbarn Magden und Kaiseraugst bereits letztes Jahr erfahren haben, nämlich einen – wenn auch kleinen – Bevölkerungsrückgang.»

Da stellt sich natürlich die Frage nach dem Warum? «Ich denke und hoffe, weil in Rheinfelden im laufenden Jahr keine grossen, neuen Wohnbauten bezogen wurden. Doch auch andere Überlegungen tauchen auf: Führt eventuell der tägliche Morgen-Stau auf dem Arbeitsweg nach Basel bereits dazu, dass andere Wohnorte interessanter werden? Das Jahr 2018 und die Folgejahre werden es zeigen», so Mazzi.

Ganzer Text in der abonnierten Print- oder Digitalausgabe vom Dienstag.

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