Gipf-Oberfrick ist wieder im Gespräch

| Do, 07. Dez. 2017

Ein Überweisungsantrag an der Gemeindeversammlung vom letzten Freitag fordert ein Zurückkommen auf den Entscheid und eine echte Wahlmöglichkeit. Die IG Pro Regos Gipf-Oberfrick unterstützt das Vorgehen.

Von Simone Rufli

Die Eiker Sekundar- und Realschüler sollen nach der Schliessung der Kreisschule Eiken,-Münchwilen-Stein (EMS) per Schuljahr 2019/20 in Frick in die Oberstufe gehen. So hat es die Eiker Gemeindeversammlung am 30. Juni 2017 beschlossen. An der Gemeindeversammlung vom 1. Dezember nun haben die Eiker Stimmberechtigten mit 78 Ja- gegenüber 24-Nein-Stimmen den Gemeinderat beauftragt, den bereits gefällten Entscheid noch einmal zu überdenken und die Oberstufen-Frage im Sommer 2018 erneut zur Abstimmung zu bringen (die NFZ berichtete). Die Antragstellerinnen verlangen, dass der Gemeinderat die beiden Oberstufen-Standorte Frick und Gipf-Oberfrick einander gegenüberstellt und sie in finanzieller, organisatorischer und pädagogischer Hinsicht miteinander vergleicht.

Zur Vorgeschichte: Der Gemeinderat Eiken ging letztes Jahr auf den Gemeinderat Frick zu, um anzufragen, ob die Eiker Real- und Sekundarschüler nach der Schliessung der Kreisschule EMS die Schule in Frick besuchen können. «Beide Gemeinden sicherten sich daraufhin gegenseitig schriftlich zu, dass dies ab dem Schuljahr 2019/20 so umgesetzt wird», erklärt Susanne Gmünder Bamert, Schul-Gemeinderätin von Frick auf Anfrage der NFZ. Gmünder Bamert hat aus der Zeitung vom Versammlungsbeschluss in Eiken erfahren und betont, dass mit dem Antrag allein noch nichts entschieden sei. Sie sagt auch: «Es ist das Recht der Gemeinde Eiken, vertieft zu prüfen, wohin ihre Schülerinnen und Schüler zur Schule gehen sollen.»

Was sagt sie zu der Aussage, die an der Gemeindeversammlung in Eiken gemacht wurde, dass es für Eiken keine Konsequenzen habe, wenn man den mündlichen Vertrag mit Frick nicht einhalte? «Wenn man damit die Finanzen meint, ist das richtig. Es hat keine finanziellen Konsequenzen.» Auf die Frage, warum Frick mit den 16 Gemeinden, die ihre Schüler nach Frick in die Oberstufe schicken, keinen Vertrag abschliesst, verweist Gmünder Bamert auf die gewachsene Tradition seit 1866. «Sowohl die Gemeinde Frick als auch die Partnergemeinden konnten sich stets gegenseitig aufeinander verlassen.» Im Schulbereich sei sehr vieles bereits durch übergeordnetes Recht geregelt, so dass sich bisher eine Verschriftlichung nie aufdrängt habe. Zudem bestehe auch keine gesetzliche Verpflichtung für eine schriftliche Vereinbarung.

Massgeblich an der Entwicklung in Eiken mitbeteiligt ist Ignaz Heim, Mitglied des Kernteams der IG Pro Regos Gipf-Oberfrick. Er verfolgte als Gast die Gemeindeversammlung in Eiken.

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