Gemeinsame Schulzukunft feierlich besiegelt

| Do, 07. Dez. 2017

Auf das Schuljahr 2019/20 wird die Kreisschule Unteres Fricktal von heute vier auf neu neun Trägergemeinden erweitert. Diese Woche sind die Satzungen unterzeichnet worden.

Von Valentin Zumsteg

Die Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) ist ein Gemeinschaftswerk. 2001 wurde sie von den vier Gemeinden Kaiseraugst, Magden, Olsberg und Rheinfelden ins Leben gerufen. Auf das Schuljahr 2019/2020 wird sie erweitert. Neu sind Mumpf, Obermumpf, Schupfart, Stein und Wallbach dabei. Alle neun Gemeindeversammlungen haben im vergangenen Sommer die Satzungen des Schulverbandes abgesegnet. Ohne Opposition stimmten die Bürgerinnen und Bürger zu.

 

«Eine Erfolgsgeschichte»

Am Montagnachmittag ging es an die feierliche Unterzeichnung des Vertrages. Vertreterinnen und Vertreter aus allen beteiligten Gemeinden fanden sich dafür im Rheinfelder Rathaus ein. «Wir können ein wichtiges Vertragswerk unterzeichnen und wir dürfen stolz darauf sein, dass es uns auf Anhieb gelungen ist, alle Gemeindeversammlungen davon zu überzeugen», sagte der Rheinfelder Stadtammann Franco Mazzi.

Béa Bieber, Präsidentin des KUF-Vorstandes, bezeichnete die Kreisschule als Erfolgsgeschichte. «Die KUF ist zukunftsgerichtet, fortschrittlich und demokratisch geführt», so Bieber. Bei externen Schulevaluationen schneide die Schule immer sehr gut ab; ebenso die Schülerinnen und Schüler bei Vergleichstests. Wichtig sei ein partnerschaftliches Miteinander auf allen Ebenen: «So wird der Erfolg der Schule ein Erfolg für alle.» Mit den neuen Mitgliedsgemeinden bekomme die Schule weitere tragende Säulen.

Béa Bieber gibt das Amt der Schulvorstands-Präsidentin auf Ende Jahr ab, weil sie aus dem Rheinfelder Stadtrat ausscheidet. «Ich wünsche mir, dass alle Gemeinden hinter der Schule stehen und sie gemeinsam weiterentwickeln», so Bieber. Denn es gebe Herausforderungen zu meistern, wie zum Beispiel die Digitalisierung oder der Lehrplan 21. «Umso wichtiger ist es, dass alle in die gleiche Richtung marschieren. Ich freue mich auf fünf neue, aktive Trägergemeinden», so Bieber.

Dann schritten die Gemeindevertreter zur Tat. Im ehrwürdigen Rathaussaal, wo sonst geheiratet wird, besiegelten sie die gemeinsame Schulzukunft. Dies unter dem Bildnis von Kaiserin Maria Theresia, welche die Unterrichtspflicht schon früh eingeführt hat. Die nun unterschriebenen Satzungen müssen noch vom Regierungsrat bewilligt werden, wie Stadtschreiber Roger Erdin erklärte. Eine Vorprüfung hat bereits stattgefunden. Zum Schluss wurde auf das Vertragswerk und die neue, grössere KUF angestossen.

 

Kommentare

Gemeinsame Zukunft braucht bewährte Grundlagen! Im Gleichschritt marsch! Das passt zur Kaiserin Maria Theresia aber kaum zur direkten Demokratie, weil dann die Methodenfreiheit der Lehrer nicht mehr gewährleistet ist. Mit der Kompetenzorientierung des Lehrplan 21 und seinem "selbstgesteuerten Lernen" auf der Unterrichtsebene, wird der Lehrer zum Lernbegleiter und mit der Digitalisierung bald durch den Computer ersetzt.

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