Dem Ziel bis auf 250 Kilometer genähert

| Di, 10. Okt. 2017

Jakobspilgergruppe Sulz hat ihre 8. Pilgeretappe unter die Füsse genommen.

Was 2010 begann, kann im Jahre 2018 am Ziel in Santiago de Compostela gefeiert werden. Vermutlich hat damals keiner der Sulzer Gruppe geglaubt, dass sie jemals dem Ziel so nahe kommen. Die ersten Etappen (Wochenetappe) erwiesen sich bald als zu kurz, da die Anfahrtswege und Rückwege immer länger wurden, mussten sie die Strecken auf zweiwöchige Etappen ausdehnen. Zuerst konnten die Fricktaler noch mit dem Zug anreisen, die letzten Etappen nun mit dem Flugzeug. Dieses Jahr über Madrid nach Santander.

In Santander, das die Wandertruppe bereits kannte, gab es wieder Tapas und andere Köstlichkeiten zur Begrüssung. Aber bereits am nächsten Tag folgten die Strapazen einer Pilgerreise. Viele Strecken durchwanderten sie leider auf Asphalt-Strassen, was die routinierten Pilgerer natürlich nicht schätzten. Aber es folgten auch sehr schöne Abschnitte, insbesondere dem Meer entlang. Weiter ging es durch Sandstrände, Waldpassagen und der Querung einer grösseren Stadt und entlang einer Kilometer langen Strasse, gesäumt von der Eisenindustrie und das Gebrumme der LKWs. Allgemein ist Asturien ein sehr schönes Gebiet mit viel grüner Landschaft. Infolge der fast täglichen Regenfälle, zum Glück meistens nachts, gilt die Gegend als sehr fruchtbar, weshalb es auch sehr viele Apfelplantagen hat. Leider sieht man davon auf der Pilgerstrecke nur wenig. Was hingegen auffällt sind die vielen stattlichen Villen «Casonas de Indianos». Zwischen 1830 und 1930 wanderten viele Bewohner dieser Gegend aus nach Kuba, Mexiko und Amerika. Viele kamen als wohlhabende Rückkehrer und finanzierten gemeinnützige Institutionen. Was weiter auffällt, sind die vielen Spicher, man wähnt sich im Wallis. Die schönen Küstenorte sind alleweil eine Reise wert. Die Pilger sind leider zu schnell unterwegs zum Jakob. Bestimmt liess man sich im Mittelalter mehr Zeit.

Das diesjährige Streckenprofil war von Santander bis Luarca eher mit Flachetappen, aber auch mit längeren Teilstrecken gespickt. Aber zum Glück gibt es noch Bus und Bahn und Taxis, so konnte mal etwas geschummelt werden. Jakobus wird es verzeihen. Die Sulzer Gruppe von dieses Mal vier Damen und drei Herren dankt ihrem Leiter Edwin Rüede für die grosse Vorarbeit, Rekognoszieren, Reservationen usw. Sie hoffen, alle zusammen im nächsten Jahr den Schlussspurt von nochmals 250 Kilometern in Angriff nehmen zu dürfen. (mgt)

 

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