Neue Pläne für Holzheizwerk in Kaiseraugst

| Di, 12. Sep. 2017

Über 1000 Haushalte sollen in Kaiseraugst mit einem neuen Wärmeverbund versorgt werden. Die AEW Energie AG plant dazu den Bau eines Holzheizwerks. Das Projekt unterscheidet sich deutlich von den gescheiterten Plänen der Axpo. Die Investitionen sollen sich auf 15 Millionen Franken belaufen.

Von Valentin Zumsteg

«Wir planen in Kaiseraugst einen der grössten Wärmeverbünde im Kanton Aargau», erklärt Daniel Wernli, Teamleiter Wärmeprojekte bei der AEW Energie AG, gegenüber der NFZ. Rund 15 Millionen Franken will das Energieunternehmen in dieses Projekt investieren, das in einem ersten Schritt die Überbauungen Liebrüti sowie Kaisergarten und Sonnenmatt mit Wärme versorgen soll. Weitere Abnehmer können später hinzukommen. Heute erhält die Liebrüti mit ihren über 900 Haushalten die Wärme vom Roche-Werk in Kaiseraugst, doch dieser Vertrag wird auslaufen.

Die neue Heizzentrale mit Holzfeuerung der AEW soll in der Böschung an der Rinaustrasse, bei der Regio Wiederverwertungs AG (Rewag), gebaut werden. Vorgesehen ist ein Gebäude mit einer Höhe von rund zwölf Metern. Vor Jahren gab es an ähnlicher Stelle bereits ein Projekt von der Axpo für ein Holzheizkraftwerk, das aber nie realisiert wurde. Von diesem Projekt unterscheiden sich die Pläne der AEW grundlegend, wie Daniel Wernli ausführt: «Wir machen eigentlich alles anders», betont er. So war beim Axpo-Projekt neben der Wärme-Erzeugung vor allem die Stromproduktion vorgesehen. «Wir wollen nur Wärme produzieren. Die Anlage läuft witterungsgeführt. Das heisst, Wärme wird dann produziert, wenn sie gebraucht wird. Wir rechnen mit einem Wirkungsgrad von über 80 Prozent. Beim Axpo-Projekt lag dieser nach unseren Informationen unter 50 Prozent », so Wernli.

Die Kaminhöhe beträgt gemäss der Planung 25 Meter ab Rinaustrasse und sechs Meter ab Landstrasse. Beim Axpo-Projekt sollte der Kamin rund 60 Meter hoch sein. Auch beim Brennstoff-Sortiment gibt es Unterschiede: Die AEW will pro Jahr rund 5000 Tonnen Altholz sowie 5200 Tonnen Waldhackschnitzel verfeuern. Beim ehemaligen Axpo-Projekt war die Rede von 20 000 Tonnen Alt- und Restholz.

Informationsveranstaltung zum Projekt: Dienstag, 19. September, von 19 bis 21 Uhr im Violahof-Saal an der Giebenacherstrasse 54 in Kaiseraugst.

 

Ganzer Artikel in der abonnierten Print- oder Digitalausgabe vom Dienstag.

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