Auf den Spuren des Kaisers

| Sa, 09. Sep. 2017

Ausgerechnet dort, wo heute das Restaurant Anker in Mumpf steht, spielte vor über 1600 Jahren die Verpflegung bereits eine Rolle. Die Archäologen haben ein 1600 Jahre altes Mauerwerk freigelegt

Von Ronny Wittenwiler

Restaurant Anker Mumpf. Znünipause! Zu Tisch sitzen mit Wirt Sepp Hohler und dem Archäologen Peter-Andrew Schwarz zwei Hauptprotagonisten. Der dritte im Bunde fehlt; lebt nicht mehr. Valentinian ist vor 1642 Jahren gestorben. Ihm, diesem römischen Kaiser, ist es im Ursprung zuzuschreiben, dass diese Geschichte erzählt wird. Und so beginnt sie: Draussen auf dem Vorplatz beim Hintereingang zum Restaurant klafft ein Loch. Hohler will seine Küche umbauen und vergrössern lassen, vorab sind Kanalisationsarbeiten notwendig, der Boden wird aufgerissen – und schon ist der direkte Blick in die Vergangenheit freigelegt.

«Bei den Bauarbeiten kam das Mauerwerk einer spätrömischen Anlage zum Vorschein», sagt Peter-Andrew Schwarz, Professor für Provinzialrömische Archäologie von der Uni Basel. Zusammen mit Archäologiestudent Raphael Berger fotografiert und dokumentiert er diesen Fund, der trotz allem keine Überraschung ist. Schwarz zückt ein Papier. Es zeigt einen Grundriss aus dem Jahr 1913. «Damals entdeckte man im Keller des Restaurants Anker bereits Teile des Mauerwerks. Wir hatten also eine Ahnung, was hier unter dem Boden verborgen war. Die jetzt freigelegten Mauern erlauben uns, diesen Grundriss von 1913 zu ergänzen. Es ist natürlich toll, wenn man den Inhalt von Schriftquellen mit konkreten Befunden bestätigt bekommt.»

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