Eine Frage des Vertrauens

| Mi, 12. Jul. 2017

Vier von fünf Schulpfleger stellen sich in Gipf-Oberfrick nicht mehr zur Verfügung. Der Entscheid fiel kurzfristig und hat mit dem Entscheid der Gemeindeversammlung vor zwei Wochen zu tun.

Noch in diesem Frühjahr haben alle fünf Mitglieder der Schulpflege Gipf-Oberfrick dem Gemeinderat mitgeteilt, dass sie sich für die neue Amtsperiode wieder zur Verfügung stellen werden. Eine intensive, diskussionsreiche Zeit sowie eine entscheidende Gemeindeversammlung später hat sich die Situation geändert. Vier der fünf Schulpfleger treten nicht mehr an. «Unser Amt an der Schule ist eng verbunden mit Vertrauen. Es ist naheliegend, dass dieses aufgrund der Haltung der Schulpflege in der Oberstufen-Frage nicht mehr vorhanden ist. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, auf eine zweite Amtszeit zu verzichten», halten die Schulpflegemitglieder Monica Consoni, Nadine Brauchli Weiss, Sara Ferrara und Adrienne Frei-Suter in einer Mitteilung fest. Als bisheriger Schulpfleger tritt somit am Wahltag, den 24. September, nur noch David Schmid an.

Vor zwei Wochen hatte sich das Gipf-Oberfricker Stimmvolk an seiner Gemeindeversammlung mit grosser Mehrheit für den Erhalt einer eigenständigen Oberstufe im Dorf ausgesprochen. Damit stellte sich die Versammlung gegen den gemeinderätlichen und von der Schulpflege unterstützten Antrag, den Oberstufenstandort Gipf-Oberfrick unter die Leitung von Frick zu stellen und als Aussenstandort weiterzuführen.

Schwierige Suche nach neuen Schulpflegern

«Ich habe nicht damit gerechnet, dass sie zurücktreten aber ich kann es nachvollziehen. Wir sind in der gleichen Situation wie vor vier Jahren, da mussten auch vier neue Mitglieder gesucht werden, sie müssen sich einarbeiten und im Team finden, Entscheide fällen und mittragen – was nicht einfach sein wird für neue Mitglieder», hält Frau Gemeindeammann Regine Leutwyler gegenüber der NFZ fest

Der Gemeinderat bedauert den Entscheid der vier Schulpfleger, sich nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Seiner Ansicht nach, arbeitet das Team gut zusammen. In seiner Stellungnahme schreibt der Gemeinderat: «Im Zuge der überaus emotional geführten Diskussion über die Oberstufe hat die Schulpflege nach reiflicher Überlegung entschieden, den Antrag des Gemeinderats zu unterstützen. Sie hat sich also für den Erhalt der Oberstufe in unserem Dorf ausgesprochen, eine Zusammenlegung unter der Führung von Frick aber befürwortet.»

 

Der Gemeinderat befürchtet, dass dieser erneute grosse Wechsel die Umsetzung einer Lösung für die Oberstufe in Gipf-Oberfrick nicht einfacher machen wird. »Eine gegenüber einer Interessengemeinschaft und der Lehrerschaft andere Meinung der Schulpflege sollte respektiert und damit nicht die gesamte Arbeit dieser Behörde für die Schule in Frage gestellt werden. Das macht die Suche nach neuen Behördenmitgliedern noch schwieriger», so der Gemeinderat.  (sh)

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