Eine Villa im Wald – und keiner will sie

| Di, 13. Jun. 2017

Ein Anwesen im Wald, wenige Meter vom Rhein entfernt. Von so einer Lage können andere nur träumen. Und doch lässt die Ortsbürgergemeinde Möhlin die Liegenschaft nun abreissen. Dafür gibt es Gründe.

Von Ronny Wittenwiler

Bis vor wenigen Tagen war das Baugesuch aufgelegen: «Rückbau Jagdhaus Forst.» Die Frist für Einwendungen ist ungenutzt verstrichen und die Besitzerin, die Ortsbürgergemeinde, wird den Kredit für den Rückbau beantragen. Somit sind die Tage gezählt für eine aus heutiger Sicht doch sehr ungewöhnlich gelegene Liegenschaft: eine Villa im Wald, inmitten der Rheinuferschutzzone, dort also, wo heutzutage niemand die geringste Chance hätte, Ähnliches hinstellen zu dürfen. Es ist ein Relikt aus einer Zeit, als die Jagd elitären Kreisen vorbehalten schien. Urs Steck, Möhlins Revierförster und Mitglied der Ortsbürgerkommission, erzählt der NFZ, weshalb die Ortsbürgergemeinde dieses Anwesen abreissen lässt.

 

Handlungsbedarf ist angezeigt

Erstellt wurde das Jagdhaus von den  damaligen Revierpächtern vor über fünfzig Jahren (im Baurecht). Ausgestattet mit sanitärer Anlage und einer Ölheizung gehörte das Jagdhaus eher zu den luxuriösen seiner Art. Im Jahr 2001 ging es an die Ortsbürgergemeinde, die Jagdgesellschaft erhielt ein vertraglich festgelegtes Nutzungsrecht zugesprochen. Genutzt wurde es immer weniger und auch der Zahn der Zeit hat an der Villa genagt. Die Inneneinrichtung ist dringend sanierungsbedürftig, der Holzwurm hat sich eingemietet, Handlungsbedarf ist angezeigt – oder besser: wäre angezeigt. Soweit kommt es nun aber nicht.

Ganzer Artikel in der abonnierten NFZ-Print- oder Digitalausgabe.

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