Wenn die Mutter die Lehrerin ist

| Sa, 13. Mai. 2017

Es gibt verschiedene Gründe, warum Eltern ihre Kinder zu Hause selber unterrichten. Bei zwei Fricktaler Familien hat der Entscheid für Homeschooling nichts mit Ablehnung der Volksschule zu tun. Sie sagen: «Wir wollen die bestmögliche Bildung für unsere Kinder.» Ist das ein Widerspruch?

Von Stefan Salzmann

Aufstehen, frühstücken, Zähne putzen und in die Schule gehen – so sieht der Alltag der meisten Schülerinnen und Schüler in der Schweiz aus. Doch es gibt Ausnahmen. Laut einer Mitteilung des Vereins «Bildung zu Hause Schweiz» werden mittlerweile rund 800 Kinder von ihren Eltern im Homeschooling unterrichtet.

Im Kanton Aargau, welcher für die private Schulung vergleichsweise tolerante Bedingungen stellt, waren es laut Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) im Schuljahr 2015/2016 131 Kinder. (Die Zahlen von 2016/2017 sind noch nicht bekannt). Dies ist eine Zunahme von fünf Schülerinnen und Schülern im Vergleich zum Vorjahr. Die knappe Zunahme zeigt, dass Homeschooling (noch) nicht Schule macht.

Religiöse Gründe, Streit oder Ablehnung der Volksschule
Die Motivation für die private Schulung ist unterschiedlich. Während einige Eltern ihre Kinder aus religiösen Gründen zu Hause unterrichten wollen, steht bei anderen ein Streit mit Lehrern im Vordergrund. Die meisten aber teilen eine kritische Haltung gegenüber der Volksschule und dem Staat.

Im Fricktal gibt es ebenfalls Homeschooler. Für Familie Lütold aus Oeschgen und Familie Michel aus Möhlin steht aber nicht die Abneigung gegen die Volksschule, sondern der Vorteil von bestmöglicher Bildung für ihre Kinder im Vordergrund.

Familie aus Oeschgen
Familie Lütold aus Oeschgen startet nach den Sommerferien offiziell mit Homeschooling. Von da an wird Jennifer Lütold ihren viereinhalbjährigen Sohn Jano zu Hause unterrichten. Ebenfalls mit dabei sein wird die zweijährige Tochter Leni.

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