Anno 1798

Es rumort am Berufsbildungszentrum

| Di, 14. Mär. 2017

Die Stimmung am Berufsbildungszentrum Fricktal in Rheinfelden scheint schlecht zu sein. Dem Rektor wird ein autokratischer Führungsstil vorgeworfen. Einige langjährige Mitarbeiter haben die Schule verlassen.

Von Valentin Zumsteg

«Wieso bloss kämpften alle für den Erhalt des Berufsbildungszentrums und jetzt schaut niemand hin, wenn sich das BZF selber abschafft?» Dies sagt eine Person, die das Berufsbildungszentrum Fricktal (BZF) in Rheinfelden sehr gut kennt und sich Sorgen um die Zukunft der Bildungseinrichtung macht. Wie die Person erklärt, haben auf Ende des Schuljahres 2015/16 drei langjährige Mitarbeiter wegen Differenzen mit dem neuen Rektor die Schule verlassen. Kurz darauf habe auch der langjährige Informatikverantwortliche das Handtuch geworfen und jetzt verliessen zwei weitere BZF-Urgesteine die Schule. Ob noch weitere folgen, werde sich zeigen.

 

«Sehr autokratisch»

«Es ist vor allem der sehr autokratische Führungsstil und das Unvermögen, Dialoge zu führen. Mangelnde Führungskompetenz und fehlende Empathie sowie die eigene Unsicherheit führen zu Grabenkämpfen. Einer gegen fast alle. Kritiker werden kurzerhand überfahren», hält die Person fest. Das Verhältnis zwischen dem Team und Rektor Hans Marthaler, der seit 2014 im Amt ist, scheint angespannt zu sein. Das wird der NFZ von verschiedener Seite bestätigt. Bemängelt wird zudem, dass die Resultate einer Umfrage betreffend Zufriedenheit mit dem Rektor unter dem Deckel gehalten würden. «Verschiedene Lehrer haben das Gespräch mit dem Schulvorstand gesucht und diesen gebeten, wenigstens hinzuschauen und sich eine eigene Meinung zu bilden.»

 

«Noch kein Optimismus»

Was sagen die Direktbetroffenen zu den Vorwürfen? Franco Mazzi, Präsident des Schulvorstandes, und Rektor Hans Marthaler nehmen gemeinsam Stellung. Sie bestätigen, dass es zu einigen Abgängen gekommen ist. «Per Ende Schuljahr 2015/2016 sind sechs Lehrpersonen aus der Schule ausgetreten. Die Gründe reichen von Pensionierung, Krankheit, Wegfall von Pensen bis zu neuen Herausforderungen in der Privatwirtschaft oder anderen Bildungsinstitutionen. Dies ist bei einem Personalbestand von 46 Personen nicht ungewöhnlich.» Differenzen mit dem Rektor nennen sie nicht als Gründe für Abgänge. Offene Grabenkämpfe gebe es keine.

Lesen Sie den ganzen Bericht in der abonnierten Digital- oder Printausgabe vom Dienstag.

Kommentare

Ein Artikel, der den Nagel auf den Kopf trifft. Da muss sich wohl etwas ändern. Es rumort schon eine ganze Weile sehr. Schade um diese Schule!

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